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Wennigsen Grüne wollen Mitfahrbänke in Wennigsen einrichten
Umland Wennigsen

Wennigsen: Siedlung am Waldkater soll von neuen Mitfahrbänken profitieren

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06:12 27.11.2019
Bewohner aus abgelegenen Siedlungen wie etwa am Waldkater in Wennigsen sollen künftig mithilfe sogenannter Mitfahrbänke und hilfsbereiten Autofahrern auch ohne eigenen Wagen oder Fahrrad schnell in das weit entfernte Dorfzentrum kommen. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Mitfahrbänke, an denen hilfsbereite Autofahrer wartende Bürger mit in den nächsten Ort nehmen, sind in der Region längst keine Neuheit mehr. Auch in Wennigsen sollen diese Einsteigepunkte künftig als Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angeboten werden. In der Sitzung des kommunalen Finanzausschusses haben die Wennigser Grünen jetzt einen entsprechenden Antrag in den Haushaltsberatungen eingebracht.

Demnach sollen auf Wunsch der Grünen 5000 Euro für das Jahr 2020 bereit gestellt werden, um an verschiedenen Orten im Gemeindegebiet diese unkomplizierte Mitfahrgelegenheiten einzurichten. „Die Ortsräte sollen prüfen, in welchen Dörfern und an welchen Standorten eine Mitfahrbank erwünscht ist“, sagte Grünen-Ratsfrau Angelika Schwarzer-Riemer bei der Vorstellung des Antrages.

Mehr Mobilität und weniger Autoabgase

Den Grünen geht es aber nicht nur um eine Ergänzung des ÖPNV und des Car-Sharings sowie um mehr Mobilität für Bürger ohne eigenes Auto. „Mit diesem Angebot lassen sich auch unnötige Autoabgase reduzieren, weil mehr Leute in einem Auto mitgenommen werden“, sagte Schwarzer-Riemer.

Die Grünen verweisen angesichts ihres Haushaltsantrages auf Beratungen der Region Hannover: Demnach wird dort derzeit geprüft, ob die Regionsversammlung im Dezember einen Betrag von 100.000 Euro für das Errichten von Mitfahrbänken im Haushalt genehmigt. Die Wennigser Gemeindeverwaltung möge bei einer positiven Entscheidung der Regionsversammlung auch für Wennigsen Bänke beantragen, sagte Schwarzer-Riemer. Dann werde die Region die Anschaffung der Bänke finanzieren.

Mitfahrbänke verbinden auch bereits schon die Springer Orte Lüdersen und Bennigsen sowie die Pattenser Ortschaft Hüpede. Quelle: (Archiv)

Die Kommunen sollen laut Schwarzer-Riemer anschließend für das Aufstellen und den weiteren Service rund um die Bänke zuständig sein. „Die Standorte werden natürlich auch mit Schildern gekennzeichnet. Möglicherweise können Unterstände für die Bänke gebaut werden“, sagte Schwarzer-Riemer später auf Nachfrage zum Verwendungszweck der beantragten 5000 Euro im Wennigser Haushalt 2020.

Waldkater soll besser an Ortszentrum angeschlossen werden

In Wennigsen soll nach Vorstellung der Grünen später unter anderem die Siedlung am Waldkater von einer der neuen Mitfahrbänke profitieren. Der Standort ist tatsächlich ein mustergültiges Beispiel für das Einrichten einer sinnvollen Mitfahrgelegenheit: Zu der Siedlung am Fuß des Deisters und am Ende der Hülsebrinkstraße fährt kein Bus. Ohne Auto oder Fahrrad müssen Anwohner einen langen Fußmarsch zurücklegen, um in den Ortskern zu kommen. „Eine Mitfahrbank könnte die Siedlung besser anbinden“, sagte Schwarzer-Riemer. Sie betonte auf Nachfrage auch: „Das ganze Projekt ist rechtlich abgesichert.“ Das Angebot richte sich nur an Erwachsene.

Mitfahrbänke verbinden auch bereits schon die Springer Orte Lüdersen und Bennigsen sowie die Pattenser Ortschaft Hüpede. Quelle: Archiv

In der Ausschusssitzung kam der Antrag während der Haushaltsberatungen gut an. „Das ist ein vernünftiger Vorschlag“, sagte FDP-Ratsherr Hans-Jürgen Herr. Auch Anselm Borrmann (CDU) begrüßte die Idee. „Den Waldkater anzuschließen, ist ein guter Ansatz“, sagte er.

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Von Ingo Rodriguez

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