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Wennigsen TSV Wennigsen verleiht weniger Sportabzeichen als im Vorjahr
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Wennigsen: TSV Wennigsen verleiht weniger Sportabzeichen als im Vorjahr 

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09:00 25.01.2020
Tom und Mia zeigen stolz ihr Sportabzeichen. Quelle: Lisa Neugebauer
Wennigsen

Der Turn- und Sportverein (TSV) Wennigsen hat in diesem Jahr lediglich 99 Sportabzeichen vergeben. Im vergangenen Jahr hatten noch rund 230 Sportlerinnen und Sportler die Ehrung entgegengenommen. „Leider haben die Schulen dieses Mal nicht mitgemacht“, erklärt Margret Hoffmann, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Einige Schulklassen hätten sich erst spät dazu entschlossen, mit dem Training für das Abzeichen zu beginnen – schlechtes Wetter im Herbst habe diese Pläne dann zunichtegemacht.

Am Donnerstagabend verteilte Hoffmann im Gasthaus Goldener Schüssel die Urkunden an die erfolgreichen Teilnehmer. Rund die Hälfte derer, die die Sportprüfung bestanden hatten, war gekommen, um das Abzeichen persönlich entgegenzunehmen. Darunter waren die achtjährigen Zwillinge Mia und Tom Schreeck. Beide bekamen das Sportabzeichen bereits zum zweiten Mal überreicht. „Das macht uns immer sehr viel Spaß“, sagte Mia. Sie habe sich vor allem für den Weitsprung begeistern können. Tom hingegen hatte mehr Freude am Ausdauerlauf.

Viele Mannschaften trainieren gemeinsam fürs Abzeichen

Für das Sportabzeichen müssen Nachweise in unterschiedlichen Disziplinen erbracht werden. Leichtathletik, Turnen, Schwimmsport und Radfahren stehen auf der Liste. Die für den Erwerb zu erbringenden Leistungen sind nach Altersstufen, Geschlecht und Leistungsklassen gestaffelt. Das Training dafür bietet der TSV ab Mai einmal in der Woche an. Das Abzeichen kann jedes Jahr gemacht werden.

Vater Rico Kruppa ist stolz, dass sein Sohn Lukas das Sportabzeichen gemacht hat. Quelle: Lisa Neugebauer

Viele Mannschaften des TSV trainieren mittlerweile zusammen für die Prüfung. Aus der D-Jugend-Mannschaft von Fußballtrainer Rico Kruppa zum Beispiel hätten sich alle Spieler darum bemüht, das Abzeichen zu bekommen. 14 Jugendliche hätten am Ende bestanden – zwei hätten es hingegen nicht so mit dem Schlagballweitwurf beziehungsweise mit dem Weitsprung gehabt, sagte Kruppa. Sein Sohn Lukas, der in der C-Jugend Fußball spielt, habe hingegen alles geschafft. „Das war aber ganz schön anstrengend“, sagte der 13-Jährige. „Besonders der 1000-Meter-Lauf.“

Training für Sportabzeichen ist eine gute Abwechslung

Auch Nikolaj Zbitnev und Dennis Wasner, die zusammen in der dritten Mannschaft Fußball spielen, hatten die Sporteinheiten für das Abzeichen eigentlich zusammen mit der ganzen Gruppe in Angriff genommen. „Außer uns hat es aber nur noch einer durchgezogen“, sagte der 33-jährige Wasner, der die Mannschaft auch trainiert. Gescheitert sei es am Schwimmen. „Aber das kann eigentlich nur Faulheit gewesen sein“, sagte er. In diesem Jahr wollen sie es noch einmal angehen. „Das Sportabzeichen zu machen, ist eine gute Abwechslung“, sagte Zbitnev. Ausdauer und Kraft seien schließlich auch beim Fußball wichtig. „Es haben jedenfalls alle ordentlich geschwitzt“, sagte Wasner.

Der 82-jährige Günter Weiland bekommt das Sportabzeichen zum 65. Mal in Folge. Quelle: Lisa Neugebauer

Beeindruckt waren alle Sportler von der Leistung von Günter Weiland. Der 82-Jährige bekam das Sportabzeichen zum 65. Mal in Folge. „Ich habe irgendwann mal damit angefangen und weitergemacht“, sagte Weiland. „Man trifft dort nette Menschen.“ Wie oft er das Abzeichen noch machen will, kann er nicht sagen. „Noch geht es, obwohl mir dieses Mal eine Ausdauerübung schwergefallen ist.“ Weiland ist auch der Leiter der Seniorensparte beim TSV. Sind dort denn alle so sportlich? „Nein“, sagte der 82-Jährige und lachte. „Die machen Gymnastik und trinken ihr Bier.“ Und weil alle im Goldenen Schlüssel fanden, dass auch das dazugehört, wurde nach der Verleihung erst einmal angestoßen.

Die Geehrten freuen sich über die Auszeichnungen, die die stellvertretende TSV-Vorsitzende Margret Hoffmann den Sportlern im Goldenen Spatz übergibt.

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Von Lisa Neugebauer

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