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Wennigsen Trio erobert das Publikum im Klostersaal
Umland Wennigsen Trio erobert das Publikum im Klostersaal
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09:07 28.01.2019
Perfektes Zusammenspiel: Marcel Mok (Klavier), Philip Peneda Resch (Posaune) und Kai Strobel (Schlagzeug). Quelle: privat
Wennigsen

Einige Besucher sind vor dem Konzert des Kulturkreises skeptisch gewesen: Klavier, Posaune und Schlagzeug – wie soll das gehen? Wird das nicht zu laut? Immerhin nahm das Schlagzeug die Hälfte der Bühne ein. Doch am Ende herrschte helle Begeisterung: „Das beste Konzert, was wir hier bisher gehört haben“, lautete der enthusiastische Kommentar eines Besuchers.

Zu Gast waren Philip Peneda Resch (Posaune), Kai Strobel (Schlagzeug) und Marcel Mok (Klavier). Sie überzeugten mit einem perfekten Zusammenspiel, obwohl Mok kurzfristig für die verhinderte Pianistin Elisabeth Brauß einspringen musste. Im Zentrum standen Werke von Astor Piazolla und Claude Debussy, wobei Strobel die Arrangements für das Trio geschrieben hat.

Es begann mit „Primavera“ von Piazolla – so klingt Frühling musikalisch. Die Darbietung in dieser nicht alltäglichen Zusammensetzung war sehr harmonisch. Zwei getragen gestaltete Lieder aus Debussys „Ariettes oubliées“ – vorgetragen von Posaune und Klavier – folgten. Ein Höhepunkt jagte den anderen mit einem beeindruckenden Marimba-Solo und „Claire de lune“ (Mondschein), was zu Debussys bekanntesten Werken gehört. Hier bestach der weiche Klang der Posaune, während „Fantoches“ vom Trio sehr keck und frech interpretiert wurde.

Das „Solo für Vibraphone“ offenbarte die Spannbreite dieses Instruments: experimentell mit einem Streicherbogen und zwei Schlägeln sowie klassisch mit vier Schlägeln.

Das Publikum war besonders angetan von den geistreichen, humorvollen und charmanten Ansagen, mit denen Resch durch das kurzfristig geänderte Programm führte.

Nach der Pause: „Invierno“ (Winter) von Piazolla. Neben dem fein abgestimmten Triospiel gab es auch Passagen, wo die einzelnen Instrumente feinsinnig in den Vordergrund traten. Dann der Sommer („Verano“): kräftiges Spiel der einzelnen Instrumente nebst ruhigen Passagen.

Die ganze Bandbreite der Klangkörper seines Schlagzeuges konnte Strobel in seiner Solodarbietung „Attraction für Marimba“ aufzeigen. Zum Abschluss dann die Suite „Scaramouche“ von Milhaud, die eigentlich für zwei Klaviere, zwei Schlagzeuger und Orchester komponiert wurde – hervorragend arrangiert von Strobel. Sehr beeindruckend: Das Wechselspiel von Klavier und Marimba. Der Posaunist, der hier den geringeren Anteil hatte, wirkte teilweise an den Rhythmusinstrumenten des Schlagzeuges mit.

Unter großem Jubel des Publikums endete das Konzert. Als Zugabe spielte das Trio Stücke aus dem Dschungelbuch. Im Gegensatz zu den Kindern am Vormittag, die bei ihrem Konzert lauthals „Mach es mit Gemütlichkeit“ mitgesungen hatten, begnügte sich das Erwachsenenpublikum mit rhythmischem Klatschen, um seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Und die Besucher revidierten hinterher : „Es war nicht zu laut!“

Von Burkhard Gums

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