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Wennigsen Triskele eröffnet neue Werkstatt für behinderte Menschen
Umland Wennigsen Triskele eröffnet neue Werkstatt für behinderte Menschen
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00:17 04.04.2019
Geschenke zur Werkstatt-Eröffnung (von links): Triskele-Geschäftsführer Uwe Nordhausen und Betriebsleiter Uwe Dietrich von Triskele bedanken sich bei Kurt Eschmann und Christiane Maiwald vom Verein Musicon. Quelle: Heidi Rabenhorst
Wennigsen

Mit einem Tag der offenen Tür hat sich die Werkstatt für behinderte Menschen an der Albert-Einstein-Straße unter neuer Leitung der Öffentlichkeit vorgestellt. 42 Arbeitsplätze in sechs Ateliers schafft die neue gemeinnützige GmbH Triskele mit ihrer Einrichtung. Hervorgegangen ist Triskele aus dem anthroposophischen Verein Musicon, den es immer noch gibt und der ein Stockwerk höher sitzt, der sich aber verkleinert und seine Werkstatt für behinderte Menschen aufgegeben hat.

Zum Tag der offenen Tür sind viele Gäste gekommen. Quelle: Heidi Rabenhorst

Neben zahlreichen Kollegen, Mitarbeitern und Angehörigen, Mitstreitern und Unterstützern begrüßte Geschäftsführer Uwe Nordhausen auch die Musicon-Gründer Kurt Eschmann und Christiane Maiwald bei der Werkstatt-Eröffnung. „Als klar war, dass die Genehmigung von Musicon ausläuft und der Verein sich inhaltlich verändern will, hat man überlegt, wie das Angebot aufrechterhalten werden kann“, sagte Nordhausen, dessen Tochter nach zehn Jahren bei Musicon heute bei Triskele im Textil-Atelier Kissenbezüge und Schmuck anfertigt. Aufhören sei für alle Beteiligten keine Option gewesen, sagte Nordhausen, der bei Musicon als Qualitätsmanager gearbeitet hat.

Jutta Grundmann (von links), Irmela König und Heidi Alker zeigen die neuesten Kreationen aus Korb. Quelle: Heidi Rabenhorst

Beim Tag der offenen Tür gab es auch Führungen durch die Räumlichkeiten und Mitmachaktionen „Wir machen heute keine Grundsteinlegung, sondern eine Zuspruchlegung“, sagte Betriebsleiter Uwe Dietrich, der die Musicon-Gründer Eschmann und Maiwald gebeten hatte, Triskele diesen Zuspruch zu erteilen. „Diesen Wunsch haben wir gerne erfüllt. Angelehnt ist er an unseren Leitspruch, den wir vor 17 Jahren bei der Gründung von Musicon entwickelt haben“, sagte Maiwald. Ihr Zuspruch lautete: „Der Sozialraum gedeiht vorzüglich im künstlerischen Element“. Denn nach den vielen, langen, schönen und lichtvollen Umbauten, sagte Maiwald, müsse hier in den Räumen das Künstlerische weiterleben. Sie erklärte auch das Triskele-Symbol: „Diese dreifache Spirale zeigt die Verstetigung, den Aufbau und den Neubeginn“, sagte Maiwald.

Mitmachaktion (von links): Noah (9), Lutz (8), Niklas (10) und Valentin (11) verzieren mit Heidi Alker Stoffbeutel. Quelle: Heidi Rabenhorst

Nordhausen erinnerte sich: „Im Rahmen einer Irland-Rundreise besuchten wir 2013 das nördlich von Dublin gelegene Newgrange. Den Eingang dieses jungsteinzeitlichen Hügelgrabes ziert ein Findling – über und über verziert mit dreifach-Spiralen“, sagte Nordhausen. Er sei beeindruckt gewesen, habe damals aber keine Ahnung gehabt, wie man diese Zeichen nannte. „Als dann Jahre später die Mitarbeiter von Musicon den Vorschlag machten, die neue Einrichtung solle Triskele heißen, und mir das Logo zeigten, fiel es mir wie Schuppen von den Augen“, sagte Nordhausen.

Als sich Musicon vor vielen Jahren hier ansiedelte, sei die Einrichtung skeptisch betrachtet worden, sagte Bürgermeister Christoph Meineke. „Heute sind Sie nicht mehr wegzudenken aus Wennigsen. Immer wenn ich hier war, war etwas neu, es wurde immer gebaut. Und es wurde viel gelacht. Diese Atmosphäre zwischen Wohlfühlen und Baustelle war und ist einzigartig“, sagte Meineke.

Triskele will in Zukunft auch selbst ausbilden

Triskele ist eine neue künstlerisch handwerkliche Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung, die durch Sinn gebende, gemeinsame Arbeit Hilfe zur Selbsthilfe möglich macht. In den Räumen an der Albert-Einstein-Straße sind die Ateliers in die Bereiche Metall, Holz, Papier, Hauswirtschaft und Kerzen aufgeteilt. Werkstatt-, Aufenthalts- und Verkaufsräume verteilen sich auf 700 Quadratmeter, außerdem gibt es einen 1000 Quadratmeter großen Garten. Bis zu 42 Menschen sollen künftig bei Triskele einen Job finden. Der Betrieb will in Zukunft auch selbst ausbilden. Die Triskele-Mitarbeiter kommen aus der gesamten Region und der Stadt Hannover – allerdings nur, wenn sie den Weg zur Arbeit eigenständig schaffen. Lediglich aus dem Einzugsgebiet Gehrden, Wennigsen und Weetzen werden die Beschäftigten abgeholt.

Von Heidi Rabenhorst

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