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Wennigsen Verkehrskonzept zum Hauptstraßen-Umbau vorgestellt
Umland Wennigsen

Wennigsen: Vor dem Umbau der Ortsmitte: Bauausschuss wählt Klinkerfarbe

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13:00 22.06.2019
Der anstehende Umbau der Ortsmitte stand auf der Tagesordnung des Bauausschuss Quelle: Mario Moers
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Wennigsen

Die Gehwege sollen durchgängig offen bleiben, von einer Bauunterbrechung in der Weihnachtszeit wird abgeraten. Die Planungen zum anstehenden Umbau der Hauptstrasse in Wennigsens Ortsmitte sind auf der Zielgeraden. Beinahe drei Jahre lang wird der Abschnitt von der Einmündung Argestorfer Straße bis zur Bärenkampstraße dann zur Baustelle. In der jüngsten Sitzung des Bauausschuss wurden nun Details zur Verkehrsplanung während des Umbaus vorgestellt. Im Fokus des zuständigen Planungsbüros BPR Künne und Partner steht der Ausgleich zwischen den Interessen der Gewerbetreibenden und Anwohner und einem zügigen Abschluss des Mammutprojekts.

Die Ausschreibung attraktiv machen

„Ich empfehle Ihnen, bei der Ausschreibung nach Möglichkeit auf Auflagen zu verzichten, die das Projekt für die Firmen unattraktiv machen“, bringt die BPR-Mitarbeiterin Andrea Lütke-Alsmann ihren Appell an die Politik schnell auf den Punkt. Aus Sicht des Planungsbüros müssten die Gremien nun umsichtig abwiegen, an welchen Wünschen und Forderungen man unbedingt festhalten will. So fordert die Werbegemeinschaft WIG etwa, die Durchfahrt an Wochenenden für Kundschaft freizuhalten. Auch eine Unterbrechung zur Weihnachtszeit und die Festschreibung von Vertragsstrafen wurden bereits diskutiert. Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass solche Klauseln die ohnehin ausgelasteten Baufirmen abschrecken können, so Lütke-Alsmann. Am Donnerstag, 27. Juni, steht das Thema auf der Tagesordnung des Rats. Ist diese Hürde genommen, wird der Umbau ausgeschrieben. Im Herbst könnte dann der erste von insgesamt neun Bauabschnitten begonnen werden.

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Die Hauptstraße wird komplett umgestaltet. Quelle: Gerko Naumann

Edeka-Zufahrt gewährleistet

Zu den Eckpfeilern des Baustellenkonzept gehört es, dass die Gehwege auf beiden Seiten durchgängig benutzbar sind. Der Edeka-Supermarkt in der Hauptstraße wird, so die derzeitige Planung, über die gesamte Bauzeit immer von mindestens einer Seite aus mit dem Auto zu erreichen sein. Arbeiten an der Straßendecke sollen dort deshalb vorwiegend am Sonnabend und Sonntag durchgeführt werden. Um auch den Kunden der anderen Geschäfte entlang der Hauptstraße nahe Parkplätze zu bieten, soll die Parkdauer in einigen umliegenden Straßen begrenzt werden – angedacht sind die Bärenkampstraße, der Bröhnweg, die Hülsenbrinkstraße, die Hirtenstraße und Am Häuserhof. „Für Anlieger wird es Situationen geben, in denen die Grundstücke für ein oder zwei Tage nicht anfahrbar sind“, sagt die Planerin. Die Haushalte würden aber rechtzeitig informiert.

Werbung ist wichtig

Den Geschäftsleuten im Sanierungsgebiet wird empfohlen, Kunden auffällig und rechtzeitig durch gut sichtbare Beschilderung auf die Einschränkungen aufmerksam zu machen. „Schaffen Sie Schilder mit Werbecharakter“, rät Lütke-Alsmann. Die Finanzierung solcher Maßnahmen wird finanziell gefördert.

Bei den Mitgliedern des Bauausschuss stießen die vorgestellten Pläne auf gute Akzeptanz. „Wir haben in der Verwaltung ein gutes Gefühl, deswegen empfehlen wir das Konzept ohne große Einschränkungen darin zu verankern“, sagt Bürgermeister Christoph Meineke. FDP-Mann Hans-Jürgen Herr hält dagegen an den Forderungen der Händler fest. Insbesondere die Unterbrechung der Arbeiten in der Weihnachtszeit sollte in der Ausschreibung berücksichtigt werden. „Wir haben hier Gewerbetreibende, die echte Existenzängste haben“, sagt er.

Von Mario Moers