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Wennigsen Wer kennt sich aus mit Licht und Ton? Klosterbühne braucht Unterstützung
Umland Wennigsen Wer kennt sich aus mit Licht und Ton? Klosterbühne braucht Unterstützung
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17:51 23.04.2019
Bettina Borchert (links) und Anja Fahrenbach von der Wennigser Klosterbühne suchen engagierte Leute, die sich licht- und tontechnisch auskennen und das Amateurtheater unterstützen. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

Die Wennigser Klosterbühne sucht neue Leute – nicht unbedingt, um auf der Bühne zu stehen und zu schauspielern, aber für alles andere drumherum, die Licht- und Tontechnik und das Catering zum Bespiel. Die Idee, dass eine eigene Truppe für diese Bereiche von Vorteil sein könnte, entstand nach dem letzten Stück „Willkommen zu Hause – John ist stabil“, das fast 1000 Zuschauer im Februar und März gesehen haben.

Das Besondere an dem Stück war, dass fast das komplette Ensemble mitspielte und allein schon deswegen jeder an irgendeiner Stelle eingebunden war. Als dann aber jemand aus der Technik ausfiel, weil er krank wurde, wie es bei einer Aufführung der Fall gewesen war, wurde es ziemlich eng. Nur weil Klosterbühnen-Regisseurin Noa Wessel selbst hinterm Mischpult einsprang und an den Reglern aushalf, klappte alles am Ende. Für das Ensemble steht seitdem aber fest: „Wir brauchen hier noch mehr Unterstützung“, sagt Anja Fahrenbach.

Die Klosterbühne Wennigsen sucht deswegen engagierte Leute, die handwerklich geschickt sind, sich licht- und tontechnisch auskennen und Interesse am Theater haben. Der Wunsch an die neue Crew: Anders als es bisher der Fall gewesen ist, sollen die Licht- und Tontechniker in den Proben nicht erst kurz vor der Premiere dazukommen, sondern „die Stücke möglichst von Anfang an begleiten“, sagt Fahrenbach. „Sie sollen sich als Teil des Ensembles fühlen und sich auch einbringen“, ergänzt Bettina Borchert.

In eine größere Tonanlage, um den Klostersaal besser beschallen zu können, und in die Lichttechnik mit neuen Scheinwerfern hat die Klosterbühne gerade erst investiert. Was noch angeschafft werden soll, ist ein neues Steuerungspult. Das alte sei technisch einfach überholt, sagt Borchert.

Der "Gott des Gemetzels" in der Friedhofskapelle: Frederik Lutter auf der Orgelempore. Quelle: Jennifer Krebs

In ihre Probenarbeit steigt die Klosterbühne jetzt nach den Osterferien wieder ein. Geprobt wird immer mittwochs um 19.30 Uhr im Gemeindehaus. Das Amateurtheater will mit seiner Regisseurin weiter an seiner Schauspieltechnik arbeiten. Das neue Stück steht noch nicht fest – „wir sondieren noch“, sagt Fahrenbach. Fest steht aber für das Hauptstück: „Es sollen wieder möglichst viele aus dem Ensemble darin mitspielen“, sagt Fahrenbach.

Auch das Kammerstück in der Kapelle auf dem Wennigser Friedhof soll keine einmalige Geschichte gewesen sein. „Wir wollen zwei Inszenierungen im Jahr machen – im Klostersaal und in der Kapelle“, sagt Fahrenbach. Nicht nur Theater, auch die ersten Konzerte und Lesungen haben in der sanierten Friedhofskapelle inzwischen stattgefunden. Das Kirchenbüro und der Friedhofsausschuss sind bisher Ansprechpartner für Veranstaltungen in der Kapelle. Die Klosterbühne würde aber auch dafür gerne eine handvoll Leute finden, sagt Fahrenbach.

Im Herbst 2019 wiederholt die Klosterbühne in der Friedhofskapelle zunächst noch einmal ihren „Gott des Gemetzels“. Und dann? „Mal gucken“, sagt Fahrenbach. 2020 werde es wohl ein Kammerstück geben, das viel von jungen Leuten besetzt ist, könnte sie sich vorstellen. Denn die Klosterbühne habe in letzter Zeit einige neue junge Mitspieler gewinnen können.

Und noch einmal der „Gott des Gemetzels“

Nach dem großen Erfolg mit zuletzt fünf ausverkauften Veranstaltungen und wegen der anhaltenden Nachfrage wiederholt die Klosterbühne im Herbst ihr Stück „Gott des Gemetzels“ in der Kapelle auf dem Wennigser Friedhof. Die Aufführungstermine sind der 23., 24., 25. und 26. Oktober 2019. Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr. Plätze können schon jetzt unter der Telefonnummer (05103) 706389 und per E-Mail an info@kloster-bühne.de reserviert werden.

Yasmina Rezas „Gott des Gemetzels“ ist das meist gespielte Stück auf deutschen Bühnen. Worum es geht: Zwei Elfjährige haben sich geprügelt, dabei schlug der eine dem anderen zwei Zähne aus. Die beiden Elternpaare treffen sich zum klärenden Gespräch. Doch hinter der Fassade bürgerlicher Wohlanständigkeit tun sich Abgründe auf – schockierend und komisch zugleich. Roman Polański hat das preisgekrönte Theaterstück der französischen Dramatikerin verfilmt. Vier Menschen in einem Raum, jeder hasst jeden.

Die Klosterbühne hat die schwarze Komödie eigens für die Friedhofskapelle neu arrangiert. Es ist das erste Stück, mit dem das Amateurtheater die Kapelle auf dem Friedhof bespielt. Die Kapelle „ist für uns ein noch stärkeres Experimentierfeld“, sagt Anja Fahrenbach. Das Spiel in dem kleinen Steinbau ist komprimierter und kompakter und so ganz anders als im Klostersaal.

Von Jennifer Krebs

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