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Wennigsen Wohin mit dem Grünschnitt? Der Wennigser Nabu gibt Tipps
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Wennigsen Wohin mit dem Grünschnitt? Der Nabu gibt Tipps

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14:21 15.04.2020
Gerhard Krick vom Nabu gibt Tipps für Gartenbesitzer. Quelle: Ingo Rodriguez (Archiv)
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Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint: Viele Menschen fangen zur Zeit an, im Garten aufzuräumen und Platz für neues Grün zu schaffen. Auch wenn die Grüngutannahmestellen teilweise wieder geöffnet sind, so auch in Bredenbeck, kann der Grünschnitt auch einfach selbst verwertet werden, sagt Gerhard Krick vom Wennigser Nabu – und gibt Tipps.

„Äste und Strauchwerk können im Garten an geeigneter Stelle – möglichst nicht in Senken, in denen sich Wasser sammeln kann – aufgeschichtet werden zu einer Rotkehlchen- und Spitzmausburg“, sagt Krick. Am besten fange man mit einer Schicht aus grobem Material am Boden an, in der sich ausreichend Hohlräume befinden. Anschließend kann dann feineres Deckmaterial oben drüber gestapelt werden. „Dann können sich schon bald Rotkehlchen, Heckenbraunelle oder Zaunkönig einstellen; viele andere Vogelarten können darin Unterschlupf finden, ebenso Kleinsäuger wie Igel, Spitzmaus oder sogar Mauswiesel“, sagt Krick und ergänzt: „Und natürlich viele Insektenarten.“

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Im Garten kann Biomüll zu Kompost werden. Quelle: Gerhard Krick

Mulch selber machen

Feinerer Grünschnitt könne, stark zerkleinert, auch in einem Komposthaufen im Garten, gemischt mit gröberen Teilen aus zerkleinerten Zweigen und Ästen, zu „wertvollem grünem Gold“ für den Nährstoffhaushalt der Gartenbeete gemacht werden und als dünne Mulchschicht direkt auf Beete aufgetragen werden, wodurch zudem die Bodendurchfeuchtung gestärkt würde.

Abfälle nicht in der Natur entsorgen

Auf keinen Fall dürfe Grün- oder Astschnitt in der freien Landschaft entsorgt werden. „Das Wegkippen von Gartenabfällen in Wälder, Biotopen, an Wegraine oder auf Felder schadet der Natur sehr: Hier werden Nährstoffe auf eigentlich nährstoffarme Böden, insbesondere im Wald, gebracht und die dortige Artenvielfalt gestört. Auch gelangen exotische Zuchtpflanzen, die sich in der freien Natur rasend ausbreiten können, als Samen oder Pflanzenteile dorthin und können oft kaum mehr eingedämmt werden. Sie bedrohen die heimische Tier- und Pflanzenwelt und können Wildtieren, die sie fressen, zum Verhängnis werden“, mahnt der Nabu-Vertreter, solche illegalen Aktivitäten zu unterlassen, die „übrigens als Ordnungswidrigkeiten auch mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden können – zu Recht!“

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Von Lisa Malecha