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Wunstorf Abwassergebühren in Wunstorf steigen an
Umland Wunstorf Abwassergebühren in Wunstorf steigen an
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10:54 29.10.2018
Nach der Reinigung des Schmutzwasser im Klärwerk Luthe bleibt Klärschlamm zurück. Die Entsorgungskosten für diesen sind in den letzten Jahren explodiert. Dies führt zu einer Anhebung der Abwassergebühren. Quelle: Rita Nandy
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Wunstorf

Die Abwassergebühren sollen ab 2019 steigen. Die Stadt Wunstorf erhebt für jeden Kubikmeter Schmutzwasser künftig 29 Cent mehr. Die Beseitigung des Niederschlagswassers steigt pro überbauter und befestigter Fläche von je 100 Quadratmetern um monatlich 8 Cent. Grund für die Preissteigerung: Die Gebühren müssen kostendeckend, dürfen aber nicht gewinnbringend, sein. Sie werden immer für zwei Jahre festgelegt.

„Bei der Schmutzwasserbeseitigung fällt die angespannte Situation bei der Klärschlammentsorgung in Folge der neuen Düngeverordnung schwer ins Gewicht“, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung. Die Landwirte dürfen seit Juni 2017 weniger Klärschlamm auf die Felder ausbringen. Die Kosten für die Entsorgung sind erheblich gestiegen. Lagen sie in den Jahren 2015 und 2016 noch bei 146 000 Euro, stiegen sich im Folgejahr um 90 000 Euro an. Bereits jetzt müssen für 2018 (Stand 18. Oktober) 560 000 Euro gezahlt werden. Für 2019 und 2020 rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von rund 820 000 Euro pro Jahr. Aber auch Preiserhöhungen für die Instandhaltung der Anlagen, beispielsweise für Kanäle, Pumpwerke, Kläranlagen, führen zu einer Kostensteigerung. Für die Kalkulation der Schmutzwassergebühr werden Ausgaben von knapp 5,56 Millionen Euro zugrunde gelegt. Für 2018 wird mit voraussichtlich 5,18 Millionen Euro gerechnet. Das Beseitigen des Niederschlagswassers kostet 2018 geschätzt 822 000 Euro. Für die neue Kalkulation werden 845 000 Euro veranschlagt.

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Die teure Klärschlammentsorgung führt zur Anhebung der Abwassergebühren. Quelle: Rita Nandy

Zunächst wird der Finanz- und Wirtschaftsausschuss auf seiner Sitzung am Dienstag, 13. November, über die Änderung der Gebühren beraten. Das letzte Wort haben die Ratsmitglieder am 12. Dezember.

Von Rita Nandy