Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wunstorf IGS hat Schulbund zu Gast
Umland Wunstorf IGS hat Schulbund zu Gast
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 21.09.2018
Tagungsteilnehmer besuchen Sechstklässler, die sich mit der Medienmündigkeit befassen.
Tagungsteilnehmer besuchen Sechstklässler, die sich mit der Medienmündigkeit befassen. Quelle: Sven Sokoll
Anzeige
Wunstorf

Gute Schule lebt vom Austausch guter Ideen – diesem Gedanken folgend ist die Leiterin der Evangelischen IGS, Elke Helma Rothämel, im Evangelischen Schulbund Nord aktiv und mit ihrer Schule am Dienstagnachmittag Gastgeberin bei der Jahrestagung dieses Rektorenverbands gewesen. In der dreitägigen Zusammenkunft ging es vor allem im Religionspädagogischen Institut in Loccum um die Frage, wie der Ganztagsschulbetrieb am besten gestaltet werden sollte. Dabei diente die Wunstorfer Schule als Anschauungsobjekt.

Der Schulbund ist einer von dreien in Deutschland und organisiert mehr als 100 evangelische Schulen. „Wir tauschen uns regelmäßig zu unterschiedlichen Themen aus und bieten auch Fortbildungen an“, berichtet Vorstandsmitglied Sabine Ulrich vom Evangelischen Schulzentrum aus Leipzig. „So sehen wir beim Ganztag auch, wie unterschiedlich er gestaltet werden kann, wie unterschiedlich aber auch die Rahmenbedingungen sind.“

Wenn Lehrer sich verschiedene Ansätze nach den Tagungen noch einmal genauer ansehen wollen, fördert der Schulbund auch Hospitationen. Der Vorteil der kirchlichen Schulen ist dann oft, dass sie neue Ideen bei sich oft leichter umsetzen können als staatliche.

Rothämel berichtet, dass sie von einem Besuch in Gelsenkirchen einst die Idee mitgebracht hat, die selbständige Arbeits- und Übungsphase der Schüler an den Beginn des Tages zu legen. „Ich war damals erst skeptisch, aber es hat funktioniert.“ Auch zur Inklusion hat sie bei den Treffen schon viele Anstöße bekommen. Den Kollegen wollte sie bei dem Besuch zum Ganztag jetzt auch weitertragen, wie der Tagesablauf mittlerweile insgesamt strukturiert wird und welche besonderen AG-Angebote und Profile es an der Schule gibt. Wichtig ist ihr aber auch, das besondere evangelische Profil der Schule zu thematisieren.

Ob es beim Ganztagsschulbetrieb noch Hausaufgaben geben soll oder nicht, das ist unter den Schulleitern ein häufiges Diskussionsthema, berichtete Vorstandsmitglied Benjamin Skladny. Sein Evangelisches Schulzentrum in Greifswald ist gerade mit dem deutschen Schulpreis der Bosch-Stiftung ausgezeichnet worden. Rothämel ergänzt: „Oft sind die Ganztagsangebote nur freiwillig, was für die Schulen nur schwer planbar ist.“ Darüber tauschen sie Schulen sich regelmäßig ebenso aus wie über das Berufsbild der Lehrer, das sich stark wandelt.

Von Sven Sokoll