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Wunstorf Gutachter: In Wunstorf besteht hohe Nachfrage nach Parkplätzen
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Gutachter: In Wunstorf besteht hohe Nachfrage nach Parkplätzen

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08:00 01.01.2020
Parkplatz Nordwall: Der gebührenpflichtige Platz ist wegen der Nähe zur Fußgängerzone sehr beliebt. Quelle: Albert Tugenndheim
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Wunstorf

In der Wunstorfer Innenstadt besteht eine lebhafte Nachfrage nach Parkplätzen. So lautet ein Fazit des Gutachtens zur Parkplatzsituation in der Innenstadt. Das Gutachten liegt seit wenigen Tagen vor, wurde bisher aber nur in vertraulichen Gesprächen diskutiert.

Die Gutachter eines hannoverschen Büros haben an zwei Tagen im Oktober 2019 (Donnerstag, 24., und Freitag, 25. Oktober) die gebührenpflichtigen und die freien Parkplätze in der Nähe der Fußgängerzone beobachtet. Zu jeder Stunde zwischen 9 und 17 Uhr zählten sie die Autos auf den Plätzen.

Plätze zu bestimmten Zeiten übervoll

„Das vorhandene Stellplatzangebot ist freitagvormittags (Wochenmarkttag) über mehrere Stunden voll ausgelastet. Das gilt für die gebührenpflichtigen und genauso für die gebührenfreien Sammelparkplätze“, so haben die Gutachter festgestellt. Zum Teil seien die Plätze sogar überlastet. Beispielsweise parken auf dem gebührenfreien Parkplatz An der Aue dann mehr Autos als Stellplätze vorhanden sind. Stimmt: Häufig ist dort zu beobachten, dass Autos auf der Grünfläche abgestellt werden.

Aber auch an jenem Donnerstag, wie die Gutachter schreiben, einem „Normalwerktag“, seien die gebührenfreien Stellplätze vormittags voll ausgelastet. Auf den gebührenpflichtigen Plätzen seien wenige Plätze frei. Hohe Auslastung und kurzzeitige Vollauslastung haben die Gutachter auf dem Nordwall-Parkplatz registriert. Am Alten Markt herrschte „an beiden Erhebungstagen durchgehend Vollauslastung“. Freitagnachmittag herrschte dort allerdings permanente Komplettauslastung. Dabei war aber wohl auch ausschlaggebend, dass an diesem Nachmittag in der Fußgängerzone Flohmarkt war.

Ansonsten entspanne sich die Situation nach Beobachtung der Zähler. Allerdings stellten sie fest, dass die sehr innenstadtnahen, gebührenpflichtigen Anlagen auch nachmittags sehr stark frequentiert werden. Der kleine Parkplatz Mittelstraße sei permanent gefüllt. Auch am Südwall herrsche „durchgehend hohe bis sehr hohe Auslastung“. Die Plätze an der Amtsstraße seien an beiden Tagen der Zählung ständig komplett ausgelastet gewesen.

Private Parkdecks nicht untersucht

Nicht berücksichtigt wurden die Parkplätze an den Straßenrändern sowie die privaten auf dem Parkdeck bei C&A sowie der Tiefgarage der Stadtsparkasse Am Stadtgraben.

Insbesondere beim gebührenfreien Parken, also dem am Zentrumsrand befindlichen Stellplatzangebot, fehlen Reserven, so die Gutachter. Eine Erhöhung der Parkflächenzahl bei den kostenfreien Stellplätzen In den Ellern beurteilen sie daher positiv. Diese Erweiterung ist inzwischen für den Überlaufparkplatz beschlossene Sache.

Die Gutachter bestätigen, was inzwischen bei Rat und Verwaltung weitgehend Konsens ist: Die Parkgebühr auf den nahe der Fußgängerzone liegenden Plätzen sollte moderat erhöht werden. Auch die Erweiterung der Gebührenzeit über 15 Uhr hinaus wird von den Fachleuten empfohlen. Der Rat hat inzwischen die Gebührenpflicht bis 16 Uhr beschlossen. Die Werbegemeinschaft hatte im Vorfeld ebenfalls signalisiert, dass eine leichte Anhebung der Gebühren und der gebührenpflichtigen Zeiten tragbar sei.

Leitsystem reicht aus

Schließlich sollten die Gutachter untersuchen, wie das Parkleitsystem verbessert werden könnte, um den Parksuchverkehr zu drosseln. Dabei kommen sie zu der Erkenntnis: „Die bestehende Parkleitwegweisung wird als zweckmäßig und für die Wunstorfer Innenstadt als angemessen beurteilt. Gegebenenfalls könnten einzelne statische Komponenten ergänzt werden.“ Eine so genannte dynamische Leitregelung, also elektronische Hinweise auf freie Plätze halten sie für nicht nötig. Sie könnte allenfalls für den Parkplatz Nordwall infrage kommen. Aber, so schränken sie ein, das ergebe auch wenig Sinn, wenn keine elektronischen Hinweise auf Alternativen verfügbar seien.

Das Leitsystem der Stadt finden die Gutachter in Ordnung. Quelle: Albert Tugendheim

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