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Wunstorf Untersuchung: Straßen reichen für Siedlung
Umland Wunstorf Untersuchung: Straßen reichen für Siedlung
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00:18 19.11.2018
Zwischen Plantagenweg und König-Ludwig-Straße sollen 90 Wohneinheiten und eine Kita entstehen.
Zwischen Plantagenweg und König-Ludwig-Straße sollen 90 Wohneinheiten und eine Kita entstehen. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Mit rund 90 Wohneinheiten und einer Kita soll in dem Bereich zwischen Plantagenweg und König-Ludwig-Straße in nächster Zeit viel neu gebaut werden. Nach der ersten Vorstellung im März ist der Bebauungsplan jetzt weiter gediehen und geht noch einmal in die politischen Beratungen.

Die Firma Helma Wohnungsbau aus Lehrte hatte das Grünland gekauft, das früher von einer Gärtnerei genutzt wurde. Geplant ist eine Mischung aus Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern, wobei die Gebäude nicht mehr als vier Etagen in die Höhe gehen dürfen. Zwei Stichstraßen sollen das Wohnviertel erschließen, so dass Durchgangsverkehr nicht möglich ist. Fußgänger und Radfahrer können allerdings einen durchgängigen Weg nutzen.

Zum Verkehr hatte es im Ortsrat Bedenken gegeben, dass die zusätzlichen Fahrten der künftigen Bewohner die Anbindung des Gebietes an die Kolenfelder Straße überfordern könnten. Daraufhin wurde eine Untersuchung beauftragt. Das Ergebnis ist, dass die Einmündungen von Plantagenweg, Graf-Ludolf- und König-Ludwig-Straße alle so geeignet sind, den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen, und nicht umgebaut werden müssen.

So soll der Bereich zwischen Plantagenweg (links) und König-Ludwig-Straße aufgeteilt werden. Quelle: Helma Wohnungsbau

Die Fläche, die an der König-Ludwig-Straße für eine Kita vorgesehen ist, wird ebenfalls auf einen Wunsch aus dem Ortsrat jetzt als Areal für soziale Zwecke ausgewiesen, damit später möglicherweise auch Angebote zum Beispiel für Senioren dort vorgehalten werden können. Das Grundstück hat der Investor Helma mittlerweile an die Firma H.A. Vogt weiterverkauft, der die Kita dort bauen will. Derzeit wird von drei Gruppen ausgegangen.

Nach Einwendungen aus der Nachbarschaft wurde im nordöstlichen Bereich der Abstand der Bebauung zur Grenze um zwei auf sieben Meter vergrößert und zusätzliche Bepflanzungen vorgeschrieben. Befürchtet hatten die Nachbarn dort starken Schatten, Sichteinschränkungen und Eingriffe in ihre Privatsphäre. Bei der Form der Dächer gibt es keine Vorschriften dazu, wie sie gestaltet werden müssen, weil es auch in der Umgebung ein Gemisch von Flach- und Satteldächern existiert.

Der Ortsrat Wunstorf spricht über das Projekt noch einmal in seiner Sitzung am Mittwoch, 21. November, ab 18 Uhr im Rathaus.

Von Sven Sokoll