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Wunstorf IGS und Paul-Moor-Schule haben Besuch aus Madagaskar
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IGS Wunstorf und Paul-Moor-Schule haben Besuch aus Madagaskar

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06:54 29.01.2020
Hasina Samoelinanja erzählt in der Paul-Moor-Schule von seiner Heimat Madagaskar. Quelle: Anke Lütjens
Wunstorf

Auf eine virtuelle Reise in seine Heimat Madagaskar hat Hasina Samoelinanja am Dienstag die Schüler des fünften Jahrgangs der IGS Wunstorf und danach Schüler der Paul-Moor-Schule mitgenommen. Über Geschichten, Bilder und Musik brachte der 37-Jährige den Kindern und Jugendlichen sein Herkunftsland näher. Diese hatten seinen Besuch bei einem Filmwettbewerb des Vereins „Madagaskar und Wir“ gewonnen. Dieser unterstützt bereits seit vielen Jahren das Akamasoa-Hilfsprojekt auf Madagaskarauch mit Spenden aus Wunstorf.

Samoelinanja zeigte Bilder von Menschen, ihrem Leben auf Madagaskar, von der Natur und Tieren. „Dort werden die Kinder mit dem Karren zur Schule gebracht“, erzählte er. Auch von seiner ersten Reise nach Deutschland berichtete der 37-Jährige, der teils auf Madagaskar und teils in Deutschland lebt. „Ich bin zuerst drei Stunden mit dem Karren in die nächste Stadt gefahren, dann die ganze Nacht mit dem Bus, der im Schlamm stecken geblieben ist. Ein überfülltes Taxi brachte mich dann zum Flughafen.“ Als er in Frankfurt ankam, staunte er über den Bahnhof und die ICEs.

Weitere Projekte sollen folgen

„Ich habe mich sehr allein gefühlt. Auf Madagaskar ist man nie allein“, sagte Samoelinanja. Vor allem seine große Familie habe er sehr vermisst. Die Schüler staunten darüber, wie anders Häuser, Züge und Fahrzeuge auf Madagaskar aussehen. Somoelinanja hat auch eine schauspielerische Ausbildung als traditioneller Kabary-Redner, das ist madagassische Erzählkunst. „Der Verein ,Madagaskar und Wir‘ arbeitet schon lange mit ihm zusammen, weitere gemeinsame Projekte sollen folgen“, sagte die Vorsitzende Bärbel Lange.

Samoelinanja hat in Deutschland studiert und ist als Geschäftsführer einer Reiseagentur tätig. Er hat auf Madagaskar vor zwölf Jahren das Förderprojekt Grüne Kiste als Verein gegründet. Es ermöglicht jungen Menschen auf Madagaskar die Ausbildung zu Reiseleitern, die dann auch in seiner Agentur mitarbeiten. Bei den Touren auf der Insel ist eine reale grüne Kiste immer mit dabei. Touristen stellen ihre Fotos von Einheimischen diesen wieder zur Verfügung. Aber nur wer Freude bereitet, zum Beispiel durch Singen und Tanzen, oder etwas Besonderes leistet, wird beschenkt.

Ziel ist eine nachhaltige Förderung

Damit soll eine persönliche Beziehung zwischen Reisenden und Madagassen sowie eine nachhaltige Förderung geschaffen werden. „Reisende bringen etwa Schulmaterial, Werkzeug oder Solarlampen mit“, sagte Somoelinanja. Sein Verein unterstützt junge Menschen, die ihren Schulabschluss machen, mit Büchern, Laptops und Sprachkursen in Deutsch und Englisch. „Ein Drittel bezahlen die Eltern und wir zwei Drittel“, sagte er. Die 19- bis 21-Jährigen sollen aber auch die Liebe zur Natur verbreiten, indem sie mit einer Reise in die Naturreservate belohnt werden und einen Wald angelegt haben. Ziel ist es, sie für ihren eigenen Werdegang, ihre Heimat und deren Natur zu sensibilisieren.

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Von Anke Lütjens

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