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Nachrichten Arbeitskreis plant Ausstellung über Wunstorf in der Weimarer Republik 
Umland Wunstorf Nachrichten Arbeitskreis plant Ausstellung über Wunstorf in der Weimarer Republik 
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19:59 18.01.2018
Die Mitglieder des Arbeitskreises "Wunstorf in der Weimarer Republik" zeigt den Entwurf für ein Logo für die Veranstaltungsreihe zum Jubiläum der Gründung der ersten Demokratie in Deutschland. Quelle: Rita Nandy
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Wunstorf

 Die Schlacht am Alten Markt, Schlägereien in Klein Heidorn und Auseinandersetzungen zwischen Reichsbannerleuten und Nazis: Dies sind einige Ereignisse, über die eine Ausstellung zur Weimarer Republik in Wunstorf im nächsten Jahr berichten wird. Ein Veranstaltungsprogramm wird derzeit vom Arbeitskreis „Wunstorf in der Weimarer Republik“ vorbereitet. 2019 jährt sich die Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung zum 100. Mal. Damit endete die Monarchie.

Wie die Weimarer Republik das heutige Wunstorf prägte, soll die Schau in der Stadtkirche zeigen. Ebenso ist eine Ausstellung mit der Entwicklung  unter anderem der Webereien und Segelvereine in den Steinhuder Museen geplant. Ergänzt werden soll das Programm durch Vorträge, Podiumsdiskussionen, Stummfilmvorführungen mit Klavierbegleitung, Tonfilmdarbeitung sowie einer Aufführunger der Theater-AG des Hölty-Gymnasiums.

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Der Arbeitskreis „Wunstorf in der Weimarer Republik“ plant Veranstaltungsreihe zum Jubiläum der Gründung der ersten Demokratie in Deutschland.

Als „bunter Reigen verschiedener Dabietungen“, beschreibt Stadtarchivar Klaus Fesche das Programm, das er gemeinsam mit Vertretern des Heimatvereins Wunstorf, des Forums Stadtkirche, der Steinhuder Museen, der Ortsgemeinschaft Seeprovinz des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins sowie des Hölty-Gymnasiums im Arbeitskreis zusammenstellt. Schülern haben auch den Entwurf eines Logos geschaffen, das die Silhouette Wunstorfs und eine untergehende Sonne zeigt. 

Diskussion über Demokratie anstoßen

Mit der neuen Ausstellung solle eine Lücke im zeitlichen Ablauf geschlossen werden, sagte Fesche. Kaiserreich, Erster Weltkrieg und Nachkriegszeit habe man bereits thematisiert. Ziel sei zum einen die wichtige Phase der Wunstorfer Gesichte zu beuchten, andererseits aber auch zur Diskussion über Demokratie beitragen,, sagt Fesche, „gerade angesichts der gegenwärtigen Bedrohungen der Demokratie weltweit.“ Da dieses Anliegen auch der Zielsetzung der Stiftung Rotes Lehmhaus entspreche, beteilige sich diese finanziell und an organisatorischen Aufgaben. 

Dokumente für Ausstellung gesucht

Vor allem bitten die Organisatoren um Unterstützung der Wunstorfer, die Fotos, Dokumente oder Objekte aus der Zeit der Weimarer Republik besitzen und es für die Ausstellung zur Verfügung stellen können. Dazu könnten auch Berichte aus Sport und Vereinen gehören. Diese können im Stadtarchiv oder den Steinhuder Museen abgegeben werden. 

Die erste Veranstaltung zur Weimarer Republik ist bereits in Kürze vorgesehen, nämlich für Dienstag, 30. Januar. Auf Einladung der Dorfgemeinschaft Mesmerode spricht Stadtarchivar Klaus Fesche ab 19 Uhr im Vereinshaus der Schützengesellschaft auf dem Sportplatz über „Mesmerode in der Weimarer Republik“.

Von Rita Nandy