Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Bundeswehr will Personal besser halten
Umland Wunstorf Nachrichten Bundeswehr will Personal besser halten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:54 02.02.2018
Der Leiter der Ausbildungswerkstatt, Günter Meinders (zweite Reihe, links), mit den diesjährigen Absolventen. Quelle: Sven Sokoll
Anzeige
Wunstorf

 28 Absolventen der Ausbildungswerkstatt im Lufttransportgeschwader 62 haben am Freitag ihre Zeugnisse erhalten, darunter 19 Fluggerätemechaniker und neun Elektroniker für Geräte und Systeme. „Ihre Berufe haben Zukunft“, versicherte Kommodore Ludger Bette der Gruppe, wenn er auch mahnte, dass alle ihre Fähigkeiten immer weiter auf dem Stand der technischen Entwicklung werden halten müssen.

Christine Rhein, die Leiterin des Dienstleistungszentrums am Standort, betonte, dass die Bundeswehr sich bemüht, die Ausgebildeten auch weiter an sich zu binden. Allerdings merkte Patrick Gossmann, der seine Ausbildung zum Fluggerätemechaniker schon vor einem halben Jahr vorzeitig beendet hat, kritisch an, dass die Potenziale noch nicht alle genutzt werden: „Die Pesonalpolitik sollte sich deshalb noch ändern.“ Allerdings konnte er bestätigen, dass die gute Ausbildung, die er genossen hat, auch andernorts geschätzt wird.

Anzeige
Die fertig ausgebildeten Fluggerätemechaniker und Elektroniker erhalten ihre Zeugnisse.

Von seinem Jahrgang bleiben nach bisherigen Stand nur fünf noch länger bei der Bundeswehr. 13 können dort noch vorübergehend überbrücken, während zehn direkt zu anderen Arbeitgebern oder weiterführenden Schulen wechseln. Insgesamt sechs Auszubildende konnten wegen guter Leistungen schon nach drei Jahren die Ausbildung beenden, die anderen brauchten ein halbes Jahr länger bis jetzt. Auch drei junge Damen absolvierten die Ausbildung in der Männerdomäne erfolgreich, wie Rhein erfreut bemerkte.

Besondere Geschenke erhielten die Jahrgangsbesten, das waren Michael Schwab bei den Elektronikern und Patrick Schütze bei den Fluggerätemechanikern. Mit ihren Kollegen zählen sie zu insgesamt 1338 erfolgreichen Absolventen, die die Werkstatt seit 1960 verzeichnet hat. Mit bis zu 128 Lehrlingen und 15 Ausbildern ist sie einer der größten Ausbildungsbetrebe in der Region.

Von Sven Sokoll