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Nachrichten 100 000 Knoten als Zeichen für Solidarität
Umland Wunstorf Nachrichten 100 000 Knoten als Zeichen für Solidarität
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00:16 16.06.2017
Ein Netz der Nächstenliebe: Schüler rollen die Netzbahnen aus. 100 000 Knoten stehen für 200 000 gesammelte Euros für das Projekt von Pater Pedro in Madagaskar. Quelle: Christiane Lange-Schönhoff
Wunstorf

Mit dabei war auch Pater Pedro aus Madgaskar. Er ist der Initiator des Vereins Akamasoa, der seit mehr als 40 Jahren Gelder für die so genannten Müllkinder der Insel sammelt. Der Wunstorfer Verein unterstützt die Arbeit Pedros mittlerweile seit zehn Jahren. "Wir feiern sozusagen heute auch gleich unseren runden Geburtstag mit", betonte Vorsitzende Bärbel Lange.

Sie und ihre Mitstreiter, dazu gehören auch zahlreiche Wunstorfer Schulen, sammelten in den vergangenen drei Jahren mit dem Netzwerk der Nächstenliebe 200 000 Euro an Spenden. Start der Aktion war im Sommer 2014 mit einem Festival auf der Badeinsel. Viele Menschen haben sich seitdem mit den Kauf eines Bandes für zwei Euro in das Hilfenetzwerk eingeknotet. Das Geld soll helfen, den Kindern dort mit Bildung, Arbeit und Häusern ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen, Infrastruktur zu schaffen und so die Flucht der Menschen aus den Städten aufzuhalten. "Gesammelt wurde unter anderem auf Hochzeiten, Schulfesten und Familienfeiern", zählte Bärbel Lange auf.

Symbolisch überreicht bekam Pater Pedro die 100 000 Knoten von Schülern der Evangelischen IGS, der Paul-Moor-Schule und des Hölty-Gymnasiums. Sie hatten dafür auf dem Jahnplatz an der Amtsstraße Netzbahnen zu einer großen Fläche ausgelegt. Die Knoten stünden für die Menschen, denen Pater Pedro mit dem Netzwerk in Madagaskar helfen konnte und seien außerdem ein Zeichen für die Solidarität der Menschen in Deutschland, betonten die Organisatoren.

Bunt, fröhlich und laut ging es auf der Bühne vor der Stadtkirche zu. Mit dem "Großen Trommelwirbel" begrüßten 70 Grundschüler die Besucher. Anschließend startete der Verein sein neues Projekt. Unter dem Motto "Stein auf Stein - ein Dorf für die Müllmenschen" sollen Straßen gepflastert und sanitäre Einrichtungen  und Häuser gebaut werden. "Das sei dort alles nicht selbstverständlich", weiß Lange zu berichten. Dass der erste Stein von Wunstorf ausgeht, darüber freute sich auch Wunstorfs stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Mares. "Wir sind sehr stolz auf die Aktion. Die Stadt steht dem Verein immer gerne zur Seite", betonte sie. Für Padro Pedro gab es noch eine Überraschung. Vom Verein bekam er 15 000 Euro für das neue Projekt mit auf den Weg. "Jetzt kann ich nach Hause fahren und sagen, dass ich wieder viel Arbeit mitgebracht habe", bedankte er sich für die große Unterstützung.

Morgen besucht Pater Pedro die Evangelische IGS. Dort wird er sich mit den Schülern des achten und elften Jahrgangs unterhalten und Fragen beantworten. Leider habe er dieses Mal nicht viel Zeit, Pater Pedro reise bereits Mittwochabend weiter nach Frankreich. Dort warteten auf ihn 5000 Unterstützer und jede Menge Interviewtermine, verrät Bärbel Lange.

Fotostrecke Wunstorf: 100 000 Knoten als Zeichen für Solidarität

Von Christiane Lange-Schönhoff

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