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Umland Wunstorf Nachrichten Die alte 50+60 hilft den Rettern
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18:07 14.11.2013
Von Albert Tugendheim
Die ausrangierte Transall 50+60 ist mit viel Mühe zu einer bei der Bundeswehr einmaligen Übungsmaschine für Feuerwehr und Rettungsdienste umgebaut worden. Quelle: Tugendheim
Wunstorf

Feuerwehren und Rettungsdienste können an ihr proben, welche Handgriffe im Ernstfall zu tun sind, um Menschen aus einem Flugzeug zu retten oder Flammen zu bekämpfen. Gestern wurde die Transall offiziell ihrer neuen Bestimmung übergeben. Schon zuvor haben die Macher vom Inspekteur der Luftwaffe den Team-Bestpreis für die 50+60 erhalten.

„Auch wenn unsere alte Lady künftig mit den Füßen auf dem Boden bleibt, ist sie gerade jetzt in Zeiten knapper Ressourcen ein hervorragendes Übungsluftfahrzeug, das einen hohen Grad an realitätsnaher Ausbildung bietet, ohne dass wir gezwungen sind, ein Luftfahrzeug aus dem Flugbetrieb nehmen zu müssen“, lobte Guido Henrich, Kommodore des Wunstorfer Lufttransportgeschwaders 62 (LTG), das Werk.

Eine Kernmannschaft aus 14 Leuten hat den Umbau möglich gemacht. Führend dabei: Stabsfeldwebel Sven Marc Rosebrock.

Er erläuterte, wie die Transall genutzt werden kann. Viele Geräte sind nur noch Attrappe. Einsätze bei Flugunfällen, Brandbekämpfung, Bergeübungen, Verhalten bei Entführungen, Katastrophenübungen und mehr können geprobt werden. In wenigen Minuten kann dazu die Transall in Rauchschwaden gehüllt werden.

Die Transall ist gerüstet und soll auch der militärisch-zivilen Zusammenarbeit bei größeren Unfällen dienen. Sie war übrigens schon einmal Mittelpunkt einer großen Übung: 1984 landete die Wunstorfer Maschine auf der Autobahn 29 bei Ahlhorn. So ein Manöver wäre heute kaum noch möglich, meinte Rosebrock. Dabei würden die Anlagen für die Mauterfassung im Wege stehen.

Das dritte Leben der Transall

Am 17. Februar stieg die Transall C-160 mit der Nummer 50+60 erstmals in die Luft, am 10. Mai 2001 landete sie zum letzten Mal. Dazwischen war sie 9149,5 Stunden in der Luft und absolvierte 12?518 Landungen. Danach diente sie neun Jahre lang als Schulungsflugzeug. Statt in der Schrottpresse zu landen, wurde sie in knapp dreijähriger Ausbildung zu einem Übungsgerät umgebaut – dafür haben die Soldaten auch in ihrer Freizeit an ihr getüftelt. Eine Nebelmaschine ist eingebaut, acht fest installierte Kameras dokumentieren jeden Übungsschritt, ein Aufzeichungsgerät stellt die Bilder zur Verfügung. 500 Meter Strom- und Datenkabel sind verlegt. Statt Kerosin befinden sich Sandsäcke in den Tanks.

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