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Nachrichten Flüchtlinge: Lage nicht prekär
Umland Wunstorf Nachrichten Flüchtlinge: Lage nicht prekär
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18:50 11.09.2013
Von Albert Tugendheim
Im Rathaus Wunstorf macht man sich keine Sorgen wegen der Unterbringung von Flüchtlingen.
Im Rathaus Wunstorf macht man sich keine Sorgen wegen der Unterbringung von Flüchtlingen. Quelle: Albert Tugendheim
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Wunstorf

„Wir müssen uns keine Sorgen machen und können die Flüchtlinge immer noch dezentral unterbringen“, sagte Stadtsprecher Hendrik Flohr. Bis Mitte nächster Woche werde die Zahl der in diesem Jahr aufgenommenen Flüchtlinge auf 49 steigen, bis zum Jahresende dürften es 60 werden. Zum Vergleich: Allein im letzten Quartal des vergangenen Jahres waren mehr als 30 Flüchtlinge gekommen.

Es sei derzeit nicht nötig, ein Flüchtlingsheim neu zu bauen oder eine Turnhalle für die Unterbringung zu nutzen. In Barsinghausen ist gerade der Beschluss für einen Neubau gefasst worden. Was schwierig ist: Die Zahlen über die aufzunehmenden Flüchtlingen änderten sich geradezu täglich, sagt Flohr. Aber die Stadt arbeite sehr gut mit der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig zusammen. „Wir können die Leute sehr schnell unterbringen“, ergänzt der Stadtsprecher. Seit Längerem bereits bevorzugt die Stadt die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen. So gebe es kaum Probleme, die Menschen integrierten sich deutlich eher. Ein Anlaufpunkt ist die städtische Unterkunft am Bordenauer Weg in Großenheidorn. Dort ist ein Wohntrakt gerade renoviert worden, nachdem ein vorheriger Bewohner die Zimmer hat herunterkommen lassen. „Der Bauverein unterstützt uns auch sehr gut bei der Unterbringung“, sagt Flohr. Zudem miete die Stadt Wohnungen auf dem freien Markt an, wenn es nötig ist.

Das Thema Flüchtlinge aus Syrien spielt noch keine Rolle für Wunstorf, sagt Flohr. Die Hauptherkunftsländer seien Tschetschenien und Mazedonien. Das frühere Flüchtlingsheim an der Senator-Kraft-Straße ist inzwischen wieder von vielen Menschen bewohnt. Es befindet sich im Besitz zweier Eigentümer. Die Stadt hat dort keinen Einfluss.

Albert Tugendheim 11.09.2013
Jan Peter Wiborg 10.09.2013
Albert Tugendheim 10.09.2013