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Nachrichten THW: Einigung auf neues Grundstück
Umland Wunstorf Nachrichten THW: Einigung auf neues Grundstück
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12:40 26.01.2018
Der Ortsbeauftragte Wolfgang Wehrhahn stellt den zukünftigen Standort vor. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

 Beim Technischen Hilfswerk ist die Hoffnung groß, in zwei Jahren mit den Bau eines neuen Domizils beginnen zu können. Der Ortsbeauftragte Wolfgang Wehrhahn konnte am Donnerstag in der Jahresversammlung berichten: „Nach jahrelangem Tauziehen haben sich alle beteiligten Behörden nun endlich auf ein Grundstück im Gewerbegebiet-Süd geeinigt.“ Es liegt nahe der Straße An der Feldmark, neben der Bäckerei Hanisch.

Der THW-Ortsverband nutzt seit 1979 ein ehemaliges Hotel an der Bahnhofstraße, ein Gebäude, das mittlerweile fast 130 Jahre alt ist und heutigen Ansprüchen schon länger nicht mehr genügt. Seit 1988 hat das THW auf der anderen Seite der Hochstraße an er Blumenauer Straße außerdem eine Fahrzeughalle, die zu klein geworden ist. Die Suche nach einer Alternative war nicht einfach, aber ist nun zu einem Ergebnis gekommen.

Das städtische Grundstück ist noch nicht erworben, Bodenuntersuchungen laufen aber schon. Darauf folgen Kostenermittlungen und ein entsprechender Bebauungsplan. Beim Zuschnitt gibt es nicht viele Varianten, denn das THW baut nach drei Mustertypen je nach Größe der Ortsverbands. Wunstorf mit seinen aktuell 53 Aktiven fällt da in die kleinste Kategorie. Das Staatliche Baumanagement hat schon eine erste Skizze zu Papier gebracht. 

Auf dem rund 4600 Quadratmeter großen Gelände entstehen eine neue Unterkunft und eine Fahrzeughalle mit elf Toren für das fahrende Gerät, die für den Fahrzeugpark auch benötigt werden. Hinter einem zwölften Tor können in einem separaten Bereich brennbare Güter wie Zelte gelagert werden.  Der Hof ist ausreichend bemessen, um problemlos in die Halle fahren zu können – an der Blumenauer Straße müssen oft Schlenker über den Rasen gemacht werden.

Das THW hofft, in zwei Jahren mit dem Bau eines neuen Domizils beginnen zu können.

„Ich hoffe, dass wir die Unterkunft dann vielleicht noch vor dem Flughafen BER in Betrieb nehmen können“, sagte Wehrhahn mit Blick auf die schon jetzt lange Vorgeschichte. Er berichtete aber auch, dass die Bundesanstalt andere Projekte zunächst vorgezogen hatte, weil dort die Arbeitsbedingungen für die Helfer noch schlechter waren als in Wunstorf – und äußerte Verständnis dafür.

Für die Stadt Wunstorf versprach der stellvertretende Bürgermeister Axel Brockmann aber zumindest: „Wir werden die Umsiedlung nach Kräften unterstützen.“ Der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt (CDU), der sich in die Standortsuche eingeschaltet hatte, dankte den THW-Helfern für ihr ehrenamtliches Engagement. „Aber jetzt haben wir noch viel Arbeit bei der Ausstattung und der neuen Liegenschaft vor uns – und das wird unsere Aufgabe sein.“ Er lobte Wehrhahn, dass er immer hartnäckig geblieben sei.

Angefangen hatte der 1954 gegründet Ortsverband an der Saarstraße. Um 1960 wechselten die Helfer an die Neustädter Straße, ehe dann die Bahnhofstraße folgte.

Die Strukturen werden sich ändern

Neben der Vorbereitung auf den Umzug wird sich das THW auch in Wunstorf in diesem Jahr mit einer Umstrukturierung beschäftigen müssen. Wie der Ortsbeauftragte Wolfgang Wehrhahn berichtet, hat die Bundesanstalt darauf reagiert, dass bei den Einsätzen sich die Schwerpunkt verändert hat. Deshalb soll Anfang 2019 eine neues Rahmenkonzept in Kraft treten. Für Wunstorf bedeutet das, dass die zweite Bergungsgruppe und die Fachgruppe Beleuchtung wegfallen werden. Statt dessen werden die Helfer zusätzlich in einer Fachgruppe Technische Logistik und in einer Fachgruppe Elektro organisiert.

Das soll schon früher als gefordert passieren, und zwar im Sommer. Wehrhahn betonte aber, dass sich damit bei den Kompetenzen, die der Wunstorfer Verband liefern muss, nichts wesentlich ändern wird. Die erste Bergungstruppe und eine Fachgruppe Wasserschaden /Pumpen werden weiterhin bestehen.

Von den Einsätzen im vergangenen Jahr nannte Wehrhahn als herausragend den erfolgreichen Kampf gegen das Sommerhochwasser im Kreis Hildesheim. Die Ausstattung der Beleuchter war beim G-20-Gipfel in Hamburg gefragt. Dazu kamen wieder viele regelmäßige Veranstaltungen, die das THW unterstützt, wie der Hannover-Marathon und das Festliche Wochenende in Steinhude. Für die Polizei wurde aber auch mal eine konfiszierte Plantage“mit sehr duftenden Pflänzchen“ in die Asservatenkammer in Hannover tranportiert.

In der Versammlung des THW-Ortsverbands Wunstorf standen auch einige Ehrungen an.

Ehrungen kommen auch überraschend

Manche Ehrungen sind relativ erwartbar, weil man sie sich anhand seines Eintrittsdatums ausrechnen kann – doch der Ortsbeauftragte Wolfgang Wehrhahn war in der Versammlung am Donnerstag richtig überrascht, als er mit dem THW-Ehrenzeichen des THW in Silber ausgezeichnet wurde, der zweithöchsten Auszeichnung der Organisation. Bevor die Landesbeauftragte für Niedersachsen und Bremen, Sabine Lackner, das Zeichen an seiner Uniformjacke befestigte, würdigte sie sein großes Engagement. Wehrhahn ist seit 44 Jahren im THW aktiv und hat in vielen Führungspositionen gearbeitet. 

Geehrt wurde Peter Ziech, der schon seit 60 Jahren dem THW angehört. „Ich bin stolz, wie es mit der jüngeren Generation weitergeht“, sagte er in seiner Dankrede. Karl-Heinz Bönig und Heinz-Günter Timm sind seit 50 Jahren dabei, Sebastian Bischoff wurde für 20 Jahre geehrt.

Berufen wurden in der Versammlung Birgitt Schlegel als Verwaltungsbeauftragte und Jan-Henrik Schlegel als neuer Jugendbeauftrager. Die Junghelfer-Gruppe umfasst derzeit 16 Mitglieder.

Einen Wanderpokal erhielt Markus Misch, weil er im vergangenen Jahren 583 Dienststunden geleistet hat und damit der fleißigste Wunstorfer THW-ler war. Allerdings rechnete Wehrhahn auch vor, dass ein harter Kern von 23 Helfer allein drei Viertel der insgesamt 16.495 Dienststunden geleistet hat und auf einen Durchschnitt von 538 Stunden kommt. Dazu kamen insgesamt 1336 Einsatzstunden, beides liege im Mittel der Vorjahre.

Von Sven Sokoll

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