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Umland Wunstorf Nachrichten Gymnasien: Fusion erst ab 2016
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06:00 16.01.2015
Von Sven Sokoll
Das Gymnasium Steinhude soll Außenstelle des Hölty-Gymnasiums werden.
Das Gymnasium Steinhude soll Außenstelle des Hölty-Gymnasiums werden. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Dagegen stimmten nur die Vertreterinnen der Eltern und Schüler, Monika Bring-El Rasheid und Sonja Wiehe. Sie begrüßten zwar auch, dass die beiden Schulen damit jetzt mehr Vorbereitungszeit als bisher geplant bekommen. Grundsätzlich halten sie die Zusammenlegung aber nach wie vor für verfrüht.

Vor wiederum mehr als 100 Zuhörern im Hölty-Gymnasium nahm der Ausschuss auf Antrag der rot-grünen Mehrheitsgruppe auch noch einen Arbeitsauftrag an die Verwaltung mit auf: Für die beiden künftigen Standorte des Hölty-Gymnasiums sollen Schuleinzugsbezirke definiert werden, damit in der ersten Zeit die Raumkapazitäten gleichmäßig ausgeschöpft werden. Denn die Schülerzahlen sinken ja erst mit der Zeit, was dann zur mittelfristigen Schließung in Steinhude führen wird.

Wie bei der ersten Sitzung zu dem Thema im Dezember hatten Politiker und Verwaltung zunächst zahlreiche Fragen zu beantworten. So wollten einige Zuhörer wissen, ob die vielen eintreffenden Flüchtlinge in die Schülerzahlenprognosen einbezogen worden sind. „Dazu sind keine seriösen Prognosen möglich“, antwortete Referatsleiter Matthias Fischer. Auf die Frage, wie der Schülertransport für die Hagenburger organisiert werden soll, sagte Schulfachbereichsleiter Matthias Blume, Regiobus sei schon informiert. Die tatsächliche Planung soll aber erst nach den politischen Beschlüssen beginnen.

Derweil wurde aus dem Publikum wieder die Sorge laut, welche Folge die mittelfristige Schulschließung für Steinhude insgesamt haben wird, etwa für das Vereinsleben. Dazu sagte Heinz-Gerhard Kück (CDU): „Der Erhalt der Sporthalle und des Platzes soll nicht angetastet werden, darüber gibt es keinen Dissens.“ Der Ausschussvorsitzende Harald Brandes (SPD) machte aber deutlich: „Wir verstehen die Sorgen um Steinhude, aber wir bitten um Verständnis dafür, dass wir hier nach einer Entscheidung suchen, die für die ganze Stadt richtig ist.“

Kück unterstrich zudem, die CDU habe schon bei der IGS-Gründung gesagt, dass das Schulzentrum Steinhude gefährdet sei. „Andere haben versucht, den Leuten darüber Sand in die Augen zu streuen“, stellte er fest.

Für die SPD betonte Ulrich Troschke: „Wenn wir bei der Gründung des Gymnasiums gewusst hätten, dass kurz danach Gesamtschulen wieder gegründet werden können, hätten wir es wohl von vornherein nur als Außenstelle eingerichtet.“

Albert Tugendheim 15.01.2015
Sven Sokoll 14.01.2015