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Umland Wunstorf Nachrichten Spiel ohne Grenzen bei Kinder- und Jugendtag
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00:15 26.09.2017
Von Anke Lütjens
Impressionen vom 14. Kinder- und Jugendtag in Wunstorf.
Impressionen vom 14. Kinder- und Jugendtag in Wunstorf. Quelle: Lütjens
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Wunstorf

Und das konnten die Kinder reichlich ausprobieren, denn die Vereine hatten sich wieder allerhand einfallen lassen. Apfelbeißen und Turnbeutel bemalen bei der DLRG, Wikingerstühle bauen beim Kinder- und Jugendzentrum Der Bau-Hof, Leitergolf und Filzen bei den Pfadfindern, Carrerabahn fahren bei der Stadtjugendpflege. Die Kunstschule sorgte für kreative Angebote.

Das Projekt Kurze Wege bot das Strategiespiel Jugger im Bürgerpark und das Spiel Evolution, eine Art Riesen-Schnick-Schnack-Schnuck, vor der Stadtkirche an. Bei der Feuerwehr löschten die Kinder ein Holzhäuschen. Am Stand der Jugendweihe gab es Fühlkisten und Wunschzettel, die an den Wunschbaum gehängt wurden. Die Wünsche reichten von Hund, Katze und Einhorn bis zu Frieden auf der Welt und Essen für alle.

Auch das Bühnenprogramm konnte sich sehen lassen. Die Fechter und Tänzer vom TuS Wunstorf stellten ihren Sport vor ebenso wie der Ji-Do-Kwan-Verein mit Kampftechniken und der Rollsportverein mit Skaten. Orientalischen Tanz in zauberhaften Kostümen präsentierten die Tribal-Tanzgruppen von Kurze Wege.

"Ein Ziel des Kinder- und Jugendtages ist die Vernetzung der Vereine, die Jugendarbeit leisten. Ein weiteres ist, dass die Vereine sich präsentieren und damit auch Mitglieder werben können", sagte Volker Böhm vom Vorstand des Stadtjugendrings. Er weiß, dass es in ganz Deutschland nur vier ähnliche ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis organisierte Kinderfeste gibt.

Aber Jugendarbeit bedeutet gerade im digitalen Zeitalter auch Herausforderung. "Wichtig ist, immer wieder attraktive Angebote zu schaffen - gerade im Hinblick auf Ganztagsschulen und Freizeitstress", sagte Carolin Oelrich vom Bau-Hof. Nicole Brickwedel von Kurze Wege sieht die Chance in Freiwilligkeit und offenen Angeboten. "Man muss den Nerv der Jugendlichen treffen wie bei unserem gerade laufenden Graffitiprojekt", sagte sie.

Nadine Heuer vom Stadtjugendring sieht die Medien als Herausforderung. "Wir können die Kinder aber auch über Technik gewinnen und müssen ihnen Alternativen aufzeigen", sagte sie. Durch Spiele wie Jugger, die Carrerabahn oder ein Skatespiel auf der Playstation, das zum selber skaten anregt, könnten die Kinder und Jugendlichen mitgenommen werden. Mit dem Kinder- und Jugendtag sollten sie auch motiviert werden, sich ehrenamtlich zu engagieren.

"Durch die Veranstaltung wird deutlich, wie viele Vereine in Wunstorf Jugendarbeit leisten und welche Vielfalt es gibt", betonte Ortsbürgermeister Thomas Silbermann. Der Kinder- und Jugendtag schaffe ein Wir-Gefühl und die Bedeutung des Stadtjugendrings werde hervorgehoben. Holger Battermann und Sandra Süß vom Vorstand des Stadtjugendrings stellten die Vereine in kurzen Interviews vor, ein Fernsehteam von TVN filmte.

Was hat euch am besten gefallen?

Devin (10): Das Äpfelangeln bei der DLRG, Trampolinspringen beim TuS Wunstorf und das Taekwondo.

Hannah (7): Das Turnbeutel bemalen bei der DLRG, aber es gab auch ganz viele andere Sachen.

Marie (7): Ich fand eigentlich alles toll. Es gab Sachen zum Malen und zum Bewegen.

Fotostrecke Wunstorf: Spiel ohne Grenzen bei Kinder- und Jugendtag