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18:58 12.05.2009
Von Tobias Morchner
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Auf ihnen sind drei Mitglieder der AN-Wunstorf zu erkennen, die von der Polizei zusammen mit den rund 400 anderen Rechtsradikalen nach dem Übergriff festgehalten werden. Offiziell wollten sich die Ermittler im Ruhrgebiet noch nicht dazu äußern. „Wir können derzeit nur bestätigen, dass unter den 400 Tatverdächtigen insgesamt 14 Niedersachsen sind“, sagte ein Polizeisprecher. Davon stammen HAZ-Informationen zufolge sieben aus Wunstorf und Seelze. Die übrigen kommen aus der Schaumburger Gegend.

In seiner Begründung für das Verbot der Neonazi-Demo am 1. Mai in Hannover hatte Polizeipräsident Uwe Binias die AN-Wunstorf explizit im Zusammenhang mit möglichen Gewalttaten genannt. Die Rechtsextremen waren am 1. Mai mit dem Zug in Richtung Dortmund gefahren und hatte sich unterwegs mit den Schaumburger Rechtsextremisten getroffen. In Dortmund angekommen, sollen sie sich den rund 400 gewaltbereiten Rechtsextremisten angeschlossen haben und an dem Angriff auf einen friedlichen Aufzug des DGB beteiligt gewesen sein. Dabei wurden fünf Polizeibeamte verletzt. Mittlerweile hat die Polizei 404 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Landfriedensbruchs eingeleitet.

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Der Wunstorfer CDU-Fraktionschef Jörg Übelmann verurteilte die Übergriffe scharf: „Wir sind gegen jede Form des Extremismus und müssen diese Gruppierung im Auge behalten“, sagte er. Übelmann regte an, im Stadtrat eine aktuelle Stunde zu den Autonomen Nationalisten abzuhalten.