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Umland Wunstorf Nachrichten Ortsrat will kein Flüchtlingsheim
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16:45 26.06.2014
Von Albert Tugendheim
Das Rathaus in Wunstorf. Quelle: Archiv
Wunstorf

Die Verwaltung ist mit ihrem Plan, das Baurecht für den Parkplatz an der Rudolf-Harbig-Straße in der Barne zu ändern gescheitert. Zwar kann der Ortsrat keine Entscheidung in dieser Frage treffen, sondern nur Empfehlungen an die Gremien des Stadtrates geben, das aber tat er einstimmig. So wollen die Politiker von SPD, Grünen, CDU und FDP verhindern, dass an der Stelle künftig Container für die Unterbringung von Flüchtlingen aufgestellt werden können.

Nachdem in der vergangenen Sitzung des Ortsrates sich die Ablehnung bereits abzeichnete, wurde die Formulierung eines Vorbehaltsbeschlusses überlegt. Das bedeutet: Zwar darf die Verwaltung das Baurecht ändern, aber vor einer anderen Nutzung des Parkplatzes müsste der Rat erneut gefragt werden. Abgestimmt darüber wurde im Ortsrat nicht.

Die Diskussion um einen möglichen Standort für Flüchtlingscontainer wird auf zwei Ebenen geführt. Die Verwaltung argumentiert formal, es gehe ihr um die Änderung des Baurechts, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Die Politiker als von den Wunstorfern gewählte Vertreter argumentieren auf einer Art psychologischen Ebene.

Horst Koitka (SPD) brachte das auf den Punkt: Die Verwaltung berücksichtige nicht die Empfindungen der Menschen in der Barne. Das müsse sie auch nicht, wohl aber müssten das die Politiker. Er skizzierte in wenigen Worten die Entwicklung des Stadtteiles Barne, der nach dem zweiten Weltkrieg entstand, um den vielen Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten Wohnraum zu schaffen.

In den neunziger Jahren entwickelt sich das Zentrum der Barne zum sozialen Problemstadtteil. Gerade derzeit seien die Probleme geregelt. „Die Barne lebt wieder auf“, so sagte Koitka. Nun einen potenziellen Unruheherd zu installieren, das könne er sich nicht vorstellen.

Baureferent Andreas Varnholt warb für die Verwaltungsposition, mit der niemand geärgert werden solle. „Wir gehen verantwortungsvoll mit einem kniffligen Thema um“, sagte er. Nach wie vor herrscht Einigkeit darüber, dass Flüchtlinge dezentral untergebracht werden sollen. Gleichwohl will sich die Verwaltung vorbereiten für den Fall, dass die Zuweisungsquote drastisch steigt. Im Gespräch ist derzeit auch, am leer stehenden Vion-Gelände einen Platz für Flüchtlinge zu schaffen.

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