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00:32 30.03.2018
Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und die städtische Klimaschutzbeauftragte Karina Lehmann stellen die neue Parkregelung für Elektro-Fahrzeuge vor.
Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und die städtische Klimaschutzbeauftragte Karina Lehmann stellen die neue Parkregelung für Elektro-Fahrzeuge vor. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf/Steinhude

 Wer das Klima schont, bekommt besondere Vorrechte beim Parken. Die Stadt hat am Nordwall mit einem Zusatzsschild elekrisch betriebene Fahrzeuge vom ausgewiesenen Parkverbot ausgenommen, so dass dort jetzt etwa fünf Autos abgestellt werden können. Ein ähnliches Angebot macht sie jetzt auch auf dem Parkstreifen Am Graben in Steinhude, wo E-Fahrzeuge sich nicht mehr an die Parkscheibenregelung halten müssen. Die Klimaschutzbeauftragte Karina Lehmann und Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt haben die Neuregelung am Dienstag vorgestellt.

Der Wunsch zu mehr Anreizen war auch aus der Politik gekommen. „Ich fand die Idee gut“, sagte Eberhardt. Nun soll beobachtet werden, wie die Resonanz ist. „So viele Fahrzeuge sind es bisher in Wunstorf ja noch nicht“, sagte Lehmann. Nach einer Erhebung vor einem Jahr waren in Wunstorf nur neun Autos mit reinem Elektro-Antrieb zugelassen, 89 kombinierten ihn mit unterschiedlichen Verbrennungsmotoren.

Das Netz der Ladesäulen ist zuletzt noch auf einem Bahnhofs-Parkplatz und an der Bauverwaltung an der Stiftsstraßen ausgebaut worden. „Wir beobachten dort, dass das Angebot vermehrt angenommen wird“, betonte Lehmann. Irgendwann könnte auch am Nordwall noch eine Ladesäule dazu kommen, doch dafür ist es im Moment wohl noch zu früh. Eberhardt ist auch insgesamt eher skeptisch, ob die Elektromobiliät unter den gegenwärtigen Bedingungen so stark zunehmen wird, wie viele sich das erhoffen: „Ich weiß nicht nicht, ob das alles so zu Ende gedacht ist“, sagte er.

Die Befreiung vom Parkverbot am Nordwall ist in dieser Form möglich geworden, weil eine Gesetzesänderung das unkompliziert erlaubt. Um eine solche Regelung auf dem großen Parkplatz gegenüber einzuführen, hätte der Rat zunächst eine Satzung ändern müssen.

Von Sven Sokoll