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Umland Wunstorf Nachrichten Samtgemeinderat stimmt Fusionsgesprächen zu
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00:19 02.05.2018
Die Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther (von links), Jörn Wedemeier und Mike Schmidt hatten eine Fusion ins Spiel gebracht. Quelle: Archiv
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Samtgemeinde Sachsenhagen

 Die Räte aller vier Mitgliedskommunen der Samtgemeinde Sachsenhagen haben der Aufnahme von Gesprächen über eine mögliche Fusion mit den Samtgemeinden Nenndorf, Niedernwöhren und Lindhorst zugestimmt. „Es gab insgesamt nur drei Gegenstimmen“, bilanzierte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier während der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates.

„Mutig“ nannte CDU-Sprecher Uwe Brinkmann den Vorstoß der drei Samtgemeindebürgermeister und „sportlich“ den Terminplan für eine mögliche Fusion. Die Digitalisierung und den Fachkräftemangel bezeichnete Brinkmann als Grund, mit anderen Samtgemeinden über eine mögliche Fusion zu sprechen. Alles müsse aber wohl überlegt sein, meinte Brinkmann, und: „Die Gemeinden müssen als Gewinner hervorgehen.“

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SPD-Fraktionssprecher Martin Golombiewski betonte die möglichen Einspareffekte einer Verbindung mit anderen Samtgemeinden, aber: „Wir müssen schauen, wo wir mit unserer Struktur am besten hinpassen.“

Bis zur Kommunalwahl 2021 müsste nach Einschätzung von Wedemeier eine mögliche Fusion unter Dach und Fach sein. Da aber der Gesetzgeber in Hannover rund ein Jahr brauche, um mögliche Ergebnisse nachzuvollziehen, blieben für Gespräche und Verhandlungen nur noch rund zwei Jahre Zeit.

Wedemeier hatte darauf hingewiesen, dass vor rund 44 Jahren die Samtgemeinden dafür geschaffen worden seien, die Verwaltungsaufgaben der Gemeinden angemessen erledigen zu können. Vor diesem Thema stehen nach Ansicht des Samtgemeindebürgermeisters Verwaltung und Politik erneut.

Heiko Monden (SPD) griff sich aus dem Fahrplan des Samtgemeindebürgermeisters die Formulierung von den „Zahlen, Daten und Fakten“ heraus, die als Gesprächsgrundlage erarbeitet werden müssten. „Diese“, so unterstrich Monden, „müssten dann auch so schnell wie möglich den Bürgern mitgeteilt werden.“

Das bekräftigte auch der Ratsvorsitzende Heiko Bothe (CDU): „Wenn wir die Bürger nicht mitnehmen, von denen wir gewählt worden sind, haben wir ein Problem.“

Für die Aufnahme von Gesprächen und die Bildung einer vorbereitenden Lenkungsgruppe gab es ein nahezu einstimmiges Votum. Nur Freddy Hinse (Grüne), der sich auch bereits in den Gremien der Stadt Sachsenhagen wiederholt ablehnend geäußert hatte, stimmte dagegen.

Von Jan Peter Wiborg