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00:16 22.03.2018
Unzureichend gewartete Rauchmelder lösen viele unnötige Feuerwehreinätze aus. Quelle: Philipp Reinhard
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Samtgemeinde Sachsenhagen

 Fehlalarme sind für die Feuerwehren nicht nur mit viel Arbeit und Aufwand verbunden, sie sind auch teuer. In den vergangenen Jahren verzeichneten die Brandschützer in der Samtgemeinde Sachsenhagen durch nicht richtig funktionierende oder nicht fachgerecht gewartete Brandmeldeanlagen besonders in Seniorenheimen eine Vielzahl von Fehlalarmen, die oftmals sogar die Einsatzzahlen überstiegen.

Mit pauschal 200 Euro hatte bisher die Samtgemeindeverwaltung Verursacher zur Kasse gebeten, im Vergleich zu den Tarifen in anderen Kommunen sei das mehr als moderat. Nun müssen Eigentümer das Vierfache bezahlen.

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Im Zuge der Neugestaltung der über 40 Jahre alten Gebührensatzung legte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier in der jüngsten Sitzung ein Papier vor, nach dem künftig die missbräuchliche Alarmierung der Feuerwehren mit 600 Euro verdreifachte Kosten nach sich ziehen wird.

„Wir haben auf die Abrechnung von Personal je Stunde verzichtet“, meinte Wedemeier. Zum Vergleich: In der Samtgemeinde Nenndorf verschickt die Verwaltung Abrechnungen über die eingesetzten Kräfte plus einer Pauschale von 500 Euro. „Und in Hannover kostet ein missbräuchlicher Alarm 2500 Euro“, wusste CDU-Ausschussmitglied Uwe Brinkmann.

Er brachte seitens seiner Fraktion die Summe von 800 Euro ins Spiel, die von den Ausschussmitgliedern gebilligt wurde. Eine Gegenstimme kam von Reinhard Türnau (Grüne), der bereits die Summe von 600 Euro als Verdreifachung für zu hoch befand.

Weiterhin keine Rechnung bekommen diejenigen Hauseigentümer, deren batterieschwache Rauchmelder in ihrer Abwesenheit Signal geben und die Nachbarn vorsichtshalber die Feuerwehr alarmieren, um in die Wohnung zu gelangen.

Die Regelung gelte nur dann, wenn eine automatische Brandmeldeanlage einen Fehlalarm produziert oder jemand vorsätzlich und mit Absicht einen Fehlalarm produziert, teilte Wedemeier im Anschluss an die Sitzung mit.

 

Von Jan Peter Wiborg