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Umland Wunstorf Nachrichten Ausschuss will Sozialwohnungen im Blick behalten
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00:22 03.03.2018
Für den Neubau von Sozialwohnungen sieht die Stadt derzeit keinen Bedarf, noch der Sozialausschuss will die Frage im Blick behalten. Quelle: dpa-Zentralbild
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Wunstorf

Sozialer Wohnungsbau ist in Wunstorf nicht dringend notwendig – über diese Einschätzung der Verwaltung in einer ausführlichen Vorlage hat der Sozialausschuss am Dienstag diskutiert. Politik und Verwaltung waren sich allerdings einig, dass die Lage weiter aufmerksam beobachtet werden muss. 

In dem Papier war aufgeführt worden, dass zwar derzeit eher hochpreisige neue Wohnungen entstehen, die künftigen Bewohner aber dafür günstigeren Wohnraum frei machen. „Dieser Sickereffekt ist sicherlich eher Spekulation“, sagte Ulrike Pickert-Maaß für die Gruppe SPD/Grüne/FDP. Heinz-Gerhard-Kück sprach zumindest von einer „vorsichtigen Entwarnung“. Für Sozialdezenent Carsten Piellusch könnte als Alternative zu Neubauten versucht werden, dem Auslaufen von Belegungsrechten bei Sozialwohnungen entgegenzuwirken.

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30 Flüchtlinge werden in nächster Zeit nach Wunstorf kommen, weil der Landesaufnahmebehörde der Platz fehlt, während hier die Kapazitäten im Wohnheim und in angemieteten Wohnungen vorhanden sind. Die Gleichstellungsbeauftragte Dorothea Diestelmeier, die ihr umfangreiches Programm von Sprach- und Integrationskursen vorstellte, plädierte auch dafür, bei diesen Anstrengungen vorerst nicht nachzulassen.

VHS bekommt mehr Geld

Die neue Geschäftsführerin Martina Behne hat sich und ihre Pläne für die Volkshochschule Hannover Land vorgestellt. Die Einrichtung muss im Moment mit gestiegenen Kosten und sinkenden Teilnehmerzahlen zurechtkommen und will strukturelle Veränderungen vornehmen, um zukunftsfähig zu werden. Dafür sind in diesem Jahr 208.000 Euro mehr notwendig. Die Erhöhung der Verbandsumlage, die für Wunstorf 45.000 Euro ausmacht, hat der Sozialausschuss gebilligt.

Ausschuss will Dorfladen unterstützen

Die AG Zukunft Bokelohs hat ihre Initiative für einen Dorfladen in Bokeloh vorgestellt. Als nächster Schritt ist ein umfassendes Gutachten über die Machbarkeit geplant, das rund 10.000 Euro kostet. Nachdem die Region davon 8000 Euro übernimmt, hat der Sozialausschuss sich dafür eingesetzt, dass die Stadt den Rest übernimmt. Ein förmlicher Beschluss war aber noch nicht möglich, weil noch zu klären ist, ob die Stadt vor der Gründung der Betreibergesellschaft auch als vorläufiger Träger agieren kann. 

In Bokeloh wird die AG Zukunft am Sonnabend, 3. März, ab 10 Uhr im Gemeindesaal der katholischen Kirche wieder über den Stand der Dinge berichten. Eingeladen sind alle Bürger aus dem Butteramt. Auch über das Grillen unterm Maibaum am 29. April soll gesprochen werden.

Von Sven Sokoll