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07:00 15.01.2015
Thomas Schlichting (von links), Marli von Hugo, Designerin Anja Haake, Pastor Thomas Gleitz, Gudrun Rohe-Kettwich und Pastorin Susanne Sander engagieren sich auch mit einem Kalender für die Stiftung.
Thomas Schlichting (von links), Marli von Hugo, Designerin Anja Haake, Pastor Thomas Gleitz, Gudrun Rohe-Kettwich und Pastorin Susanne Sander engagieren sich auch mit einem Kalender für die Stiftung. Quelle: Heimatzeitungen (Archiv)
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Wunstorf

Die Stiftung wurde vor nicht ganz zehn Jahren für die Regionen Süd-Land und Süd-Stadt des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf gegründet (in Neustadt gibt es zwei Schwesterstiftungen) - um die Arbeit in den Kirchengemeinden zu fördern und zu unterstützen. Der Bereich umfasst die Kirchengemeinden Luthe, Kolenfeld, Idensen, Dedensen, Gümmer, Groß-Munzel, Landringhausen, Schloß Ricklingen sowie St. Johannes, Corvinus, Stift und Bokeloh.

Ziel der Stiftung ist, die kirchliche Arbeit in den Gemeinden langfristig zu sichern. Schwerpunkte bilden die Jugendarbeit, Kirchenmusik und diakonische Projekte. Gefördert wurden in den vergangenen sechs Jahren vor allem die Konfirmandenferienseminare, Angebote für Kinder und Jugendliche, die Ausbildung Ehrenamtlicher, Gospel- und Trommelworkshops, Konzerte, Chorwochenenden sowie Anschaffungen wie ein Lastenfahrrad für schulnahe Jugendarbeit, Spielmobil und ein Computer. Die Fördersumme betrug rund 19.000 Euro für 47 Projekte. „Vieles wäre ohne die Startfinanzierung durch die Stiftung nicht möglich gewesen“, sagte deren Geschäftsführer Thomas Schlichting. Er ist außerdem Leiter der Arbeitsstelle Fundraising.

Beim Stiftungskapital handelt es sich um fest angelegtes Vermögen, von dem nur die Zinsen verwendet werden. Für jeweils 3 gespendete Euro erhält die Stiftung 2 dazu - einen von der Landeskirche Hannover und einen vom Kirchenkreis. „Die Schwäche am Kapitalmarkt ist nicht gut für kleinere Stiftungen wie unsere“, unterstrich Schlichting. Daher sei sie permanent auf Spenden angewiesen, um den Grundstock zu erhöhen. Langfristig sei sogar denkbar, Stellen auf diese Weise zu finanzieren.

Möglich sind Einzelzuwendungen, Zustiftungen aus Feiern, Jubiläen, Erbschaften und Vermächtnissen sowie zweckgebundene Stiftungsfonds. Diese sind dazu gedacht, den finanziellen Grundstock der Stiftung aufzubauen und zu vergrößern. Allein ein Blick in das Internet zeigt, dass es von Ostfriesland bis nach Schwaben deutschlandweit Stiftungen für Kirchen gibt. In Zeiten sinkender Einnahmen vor allem wegen des demografischen Wandels sind Kirchengemeinden auf Förderung angewiesen, um auch zukünftig ein reges Gemeindeleben zu ermöglichen, Bewährtes zu erhalten und neue Ideen zu verwirklichen.

Sven Sokoll 14.01.2015
Albert Tugendheim 14.01.2015