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Nachrichten Pavillon auf Barnesportanlage entsteht
Umland Wunstorf Nachrichten Pavillon auf Barnesportanlage entsteht
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00:28 31.05.2018
Der Bau eine Sanitärpavillons auf den Barnesportanlagen hat begonnen. Quelle: privat
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Wunstorf

Auch wenn das Projekt den Beteiligten finanzielle Sorgen bereitet hat, haben am Montag zumindest schon mal die Bauarbeiten für den neuen Sanitärpavillon auf dem Barnesportgelände begonnen. Die Ausrichtung der Sandplatte wurde ausgemessen, dann trat ein Baggerfahrer in Aktion, sie entsprechend in Form zu bringen. Der erhoffte Fertigstellungstermin im Herbst wird aber wohl nicht mehr zu erreichen sein. „Leider sind die Firmen derzeit zu ausgelastet“, sagte Wilhelm Behne, stellvertretender Vorsitzender des TuS Wunstorf.

Der Sportverein und die Nachbarn vom 1. FC hatten sich zusammengeschlossen, um bei dem Projekt als Bauherren zu fungieren. Eigentlich sollten die Gesamtkosten auf 500.000 Euro gedeckelt werden, doch die Ausschreibung brachte eine böse Überraschung: 625.000 Euro waren nun notwendig. „Dabei hatten wir bei dem Gebäude schon mit dem Minimum geplant“, betonte Behne – so konnten keine großen Abstriche mehr gemacht werden.

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Trotzdem sollte das Projekt weiter verfolgt werden. Die Stadtverwaltung hat den politischen Gremien deshalb gerade vorgeschlagen, ihren Anteil um 100.000 Euro auf 450.000 Euro zu steigern. Die beiden Vereine konnten ihren Beitrag aus der eigenen Kasse von jeweils 50.000 Euro nicht weiter ausdehnen. Dafür mussten sie sich aber um Spenden bemühen, weil sonst die Quote der Eigenbeteiligung für den bewilligten Zuschuss des Regionssportbundes von knapp 100.000 Euro nicht ausgereicht hätte. „Für die notwendigen 25.000 Euro haben wir die Zusagen jetzt auch vorliegen“, berichtete Behne.

Nachdem Stadtsparkasse und Volksbank Nienburg einen Grundstock zugesagt hatten, gab es dann auch noch weitere Spenden aus der Wirtschaft. Doch Behne sagt auch: „Wenn wir jetzt noch weitere Kostensteigerungen erleben, gibt es keine Reserven mehr.“ Deshalb sind weitere Unterstützer noch willkommen. Er hatte sich auch über viele andere mögliche Förderer wie Stiftungen in der Umgebung informiert, aber ohne Erfolg.

Wenn das Gebäude mit Umkleideräumen und Sanitäranlagen dann erst zum nächsten Frühjahr von den Vereinen richtig genutzt werden könnte, wäre das kein ganz großer Beinbruch, weil im Winter auf den Sportplätzen ohnehin weniger Betrieb herrscht.

Von Sven Sokoll