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Umland Wunstorf Nachrichten Im Netzwerk gegen die Einbrecher
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20:09 18.06.2014
Von Albert Tugendheim
Partner in der Schutzgemeinschaft: Thorsten Ahrend (von links), Reinhard Wilkening, Roger Möhle, Michael Fritsch, Rolf-Axel Eberhardt, Michael Nickel, Heiko Menz und Gerd Klingenberg. Quelle: Albert Tugendheim
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Wunstorf

Kriminalhauptkommissar Michael Fritsch von der Zentralstelle Technische Prävention der Polizeidirektion Hannover und sein Kollege Michael Nickel waren gestern im Rathaus zu Gast, um das Netzwerk vorzustellen. Die Schutzgemeinschaft besteht seit 2010. Sie findet viel Resonanz, für die Beratungen gibt es eine Warteliste.

Das mag daran liegen, dass es bei der Polizei nur vier Berater gibt. Die allerdings arbeiten auch sehr gründlich, wie Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt aus eigener Erfahrungen bestätigt. Wer sein Haus sicherer machen lassen möchte, bekommt dann Besuch von einem der Berater. „Das ist eine Besonderheit unseres Netzwerkes, dass wir uns vor Ort das Objekt anschauen“, sagte Fritsch. Die Polizei listet dann die Schwachstellen auf - zu wenig gesicherte Fenster oder Türen zum Beispiel. Denn Einbrecher brauchen meist nur Sekunden, um ein zwar geschlossenes, aber nicht eigens gesichertes Fenster zu knacken.

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Zu der Liste gibt es von den Beratern eine weitere mit Handwerksunternehmen, die zum Netzwerk gehören. Diese bilden sich speziell weiter und bauen Sicherungsanlagen fachgerecht ein, sagte der Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Hannover im Netzwerk und Leiter der Glaserinnung Niedersachsen, Roger Möhle. 29 Betriebe des Glaser- und Tischlerhandwerkes sind in der Region verzeichnet.

Reinhard Wilkening von der Stadtsparkasse sagte, dass das Geldinstitut bei Immobiliengeschäften Bauwillige auf den Sicherheitsaspekt hinweist. Auch die Stadt will künftig Raum für Veranstaltungen geben, in denen die Polizei über technische Vorbeugung informiert. „Sicherheit ist eine Aufgabe für uns alle“, sagte Fritsch, gesetzliche Vorgaben gebe es nicht.

Albert Tugendheim 18.06.2014
Sven Sokoll 17.06.2014