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Umland Wunstorf Nachrichten Flüchtlingscontainer nur zur Not
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20:33 09.07.2014
Von Albert Tugendheim
Flüchtlinge sollen in Wunstorf dezentral untergebracht werden. Container sind nur Notlösungen.
Flüchtlinge sollen in Wunstorf dezentral untergebracht werden. Container sind nur Notlösungen. Quelle: Symbolbild
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Wunstorf

Bevor das aber Wirklichkeit werden kann, muss der Rat erneut gefragt werden. Auf der Basis eines Vorschlages der CDU-Sprecherin Christiane Schweer haben Vertreter aller im Ausschuss vertretenen Parteien die im Rathaus ausgearbeitete Drucksache ergänzt. In diesen Ergänzungen legen die Parteivertreter das weitere Vorgehen für die Unterbringung von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, fest.

Oberstes Gebot: Flüchtlinge sollen weiter dezentral in Wohnungen untergebracht werden. Die Verwaltung wird beauftragt, weiter nach Unterkünften zu suchen, um das Ziel der dezentralen Unterbringung erreichen zu können. Auch der Kauf von Immobilien sei dabei zu prüfen. Die Verwaltung soll regelmäßig über die Anmietungen oder den Kauf von Wohnungen berichten. Wenn wegen steigender Zahlen die dezentrale Unterbringung nicht mehr möglich ist, soll eine zeitweilige Unterbringung in Containern möglich sein. Maximal 50 Menschen sollen dabei an einem Ort untergebracht werden. „Sollte es erforderlich sein, müssen die Sammelunterkünfte auf mehrere dezentrale Standorte verteilt werden“, so beschloss es der Ausschuss.

Die Ausschussmitglieder, die auch im Ortsrat der Kernstadt sitzen, stimmten der neuen Marschrichtung zu. Der Ortsrat hatte kürzlich die städtische Vorlage abgelehnt. Mit den inzwischen verfassten Ergänzungen stimmten auch die Ortsratspolitiker zu.

Um jede Form von Ablehnung und Fremdenfeindlichkeit in der öffentlichen Diskussion im Keim zu ersticken, betonen die Politiker in ihrem Ergänzungsantrag, dass die Aufnahme von Flüchtlingen begrüßt werde. Alle Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verlassen müssen, seien willkommen. Baudirektor Andreas Varnholt war angetan von der Zusammenarbeit im Ausschuss: „Ich arbeite gern für sie“, sagte er.

Albert Tugendheim 08.07.2014