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18:30 06.01.2014
Von Albert Tugendheim
Die Seeadler am Steinhuder Meer sind nicht so gut durchs Jahr gekommen wie die Populationen anderer Arten. Quelle: Heimatzeitungen
Wunstorf

Die Seeadler am Westufer verloren ihre Brut. Brandt führt das auf Störungen durch Tiefflüge von Heißluftballons und Hubschraubern zurück. Zwei der drei Fischadlerpaare verloren ebenfalls ihre Brut, was in mindestens einem Fall auf natürliche Ursachen zurückzuführen war. Es gab aber auch positive Ergebnisse in Sachen Adlerschutz. Das seit 2006 als erstes am Steinhuder Meer brütende Fischadlerweibchen war wieder erfolgreich und zog mit seinem Männchen drei Jungvögel groß. Nicht besser verlief es bei den Kranichen. Von sechs Paaren zog nur eines einen Jungvogel auf. Als Gründe führt der Biologe den zunehmenden Fraßdruck von Füchsen und Wildschweinen an. Letztere profitierten vor allem vom zunehmenden Maisanbau und holten sich quasi als Nachtisch dann die Vogelgelege oder Jungvögel aus den Schutzgebieten.

„Richtig gut“, so Brandt, verlief die Brutsaison für fast alle anderen Vogelarten. 20 Jahre schon brüteten nicht mehr so viele Bekassinen - Vogel des Jahres 2013 - am Meer. Die Kiebitze in den Meerbruchwiesen hatten den höchsten Bruterfolg seit vielen Jahren, und seit ebenfalls rund 20 Jahren brüteten nicht mehr so viele der selteneren und gefährdeten Entenarten. Unter den Singvögeln nahm das Blaukehlchen in den vergangenen Jahren erheblich im Bestand zu. Besonders erfreulich ist auch der Populationszuwachs des Neuntöters.

Die Gründe für die Zunahme seien in den zahlreichen Lebensraum verbessernden Projekten zu suchen. Als Beispiele nennt die ÖSSM die Wiedervernässung in den Meerbruchwiesen, die Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und die Anlage von rund 100 Naturschutzgewässern. Außerdem wirkten sich die vom Land Niedersachsen finanzierten Pflegemaßnahmen positiv aus.

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