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Wunstorf Hallenbad: So geht es mit den Ausbauplanungen weiter
Umland Wunstorf

Planer für Hallenbad stellen sich Bäderbetrieben Wunstorf vor

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14:59 05.01.2020
Das Wunstorf Elements soll weiter modernisiert werden. Quelle: Christiane Lange-Schönhoff
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Wunstorf/Bokeloh

Die Wunstorfer Bäderbetriebe arbeiten daran, einen größeren Umbau des Hallenbads Wunstorf Elements in den nächsten Jahren vorzubereiten. Nach dem grundsätzlichen Ratsbeschluss vom Mai hat die Stadttochter in einem europaweiten Wettbewerb nach einem Generalplaner gesucht. Das ist die Bezeichnung für denjenigen, den der Bauherr als einzigen Vertragspartner auf Planerseite hat, und der sämtliche Architektur-, Ingenieur- und Fachplanungen ausführt. Er trägt gegenüber dem Bauherrn die alleinige rechtliche Verantwortung für die Planungsleistungen.

„Es gab mehrere Bewerbungen, die wir Ende des Jahres ausgewertet haben. Darunter sind viele Namen von Fachfirmen, die in der Branche bekannt sind“, sagte Geschäftsführer Christoph van Bebber.

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Bei Aufsichtsratssitzung im Februar soll Entscheidung über Hallenbadplaner fallen

Eine Auswahl soll sich bei der Sitzung des Aufsichtsrates im Februar vorstellen. Dabei soll das Gremium vor allem einen Eindruck bekommen, in welchen Bereichen die Planer besondere Erfahrungen und Fähigkeiten haben. Außerdem wollen die Bäderbetriebe erkunden, wie flexibel die Firmen agieren können. „Nach Möglichkeit soll dann auch gleich eine Entscheidung fallen“, betont der Geschäftsführer. „Wir wollen diese Frage nicht auf die lange Bank schieben.“

Wenn ein Partner feststeht, wollen die Bäderbetriebe die weitere Planung genau abstimmen. Dabei ist nicht nur das beschlossene Konzept die Leitlinie, sondern auch die Kostengrenze von 15 Millionen Euro. Auch beim Bäderbau sind die Preise in der letzten Zeit in die Höhe gegangen. Deshalb ist schwer zu sagen, ob das Grundkonzept tatsächlich für den anvisierten Preis umzusetzen ist.

Begonnene Modernisierung soll abgeschlossen werden

Die Umbaupläne sollen die 2007 begonnene Modernisierung des Hallenbads aus den Siebzigerjahren abschließen. Dabei soll der östliche Anbau mit Nichtschwimmer- und Planschbecken weichen, das in der jetzigen Form seit 1981 besteht. Nur die Sauna war später noch ausgezogen. Die Technik ist veraltet, und in der gegenwärtigen Form kann das Bad auch nicht die Wasserflächen bieten, die heute sinnvoll wären.

Das Wunstorf Elements feiert Zehnjähriges: Badegäste haben jede Menge Spaß bei einer Poolparty. Quelle: Rita Nandy

Deshalb sollen nach ersten Überlegungen neben dem Schwimmerbecken in dem neuen Anbau zunächst ein Becken für Kurse gebaut werden und sich dann nach Süden eine Außenrutsche, ein Kinderbecken, ein Nichtschwimmerbecken und ein Außenbecken mit 25-Meter-Bahnen anschließen. Mit den Investitionen soll das Bad so attraktiv werden, dass die Besucherzahlen von rund 120.000 auf 180.000 im Jahr steigen. Das soll ebenso wie ein neues Tarifsystem die Einnahmen steigen lassen.

Handyticket soll möglich werden

Außer diesen Planungen stehen in der nächsten Zeit im Hallenbad nur die üblichen Unterhaltungsarbeiten an. „Der Teil, der von der Planung nicht betroffen ist, ist baulich auch in einem vernünftigen Zustand“, sagt van Bebber. Und im anderen Teil würden größere Projekte im Moment keinen Sinn ergeben.

Neu ist allerdings, dass die Kunden im Onlineshop auf www.wunstorf-elements.de auch Kurse buchen und Gutscheine erwerben können. Außerdem arbeiten die Bäderbetriebe am sogenannten E-Ticketing. Wahrscheinlich ab Ende März oder Anfang April sollen Badegäste dann Eintrittskarten mithilfe einer Smartphone-App kaufen können. „Wir hoffen, so die Wartezeiten zu verkürzen, weil weniger Besucher die Kassenautomaten nutzen müssen.“

Freibad soll planmäßig öffnen

Im Freibad in Bokeloh haben die Bäderbetriebe zuletzt im vergangenen Jahr alles umgesetzt, was die Gutachter von Purena empfohlen hatten – wenn es auch zu einer verkürzten Saison geführt hatte.

Christoph van Bebber, Geschäftsführer der Bäderbetriebe Wunstorf, freut sich im Sommer, dass das Planschbecken im Freibad Bokeloh nach der Sanierung wieder nutzbar ist. Quelle: Anke Lütjens

Damit wird in diesem Jahr nur die normale Saisonvorbereitung notwendig sein, und die Verantwortlichen können den üblichen 15. Mai als Beginn anpeilen. Wenn nicht wieder – wie in den vergangenen Jahren häufiger – derzeit noch unbekannte Schäden dazwischenkommen.

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Von Sven Sokoll