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Wunstorf Spedition Franke stellt Antrag auf Insolvenzverfahren
Umland Wunstorf

Spedition Franke in Wunstorf stellt Antrag auf Insolvenzverfahren

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10:00 30.10.2021
Für die Übernahme der Spedition Franke gibt es nach Angaben des Insolvenzverwalters schon einige Interessenten.
Für die Übernahme der Spedition Franke gibt es nach Angaben des Insolvenzverwalters schon einige Interessenten. Quelle: Anke Lütjens
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Wunstorf

Die Franke Spedition und Lagerung GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter aus der Kanzlei Willmerköster aus Verden und sein Team führen den Geschäftsbetrieb des Logistikunternehmens an der Albert- Einstein-Straße fort. Löhne und Gehälter der 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bis einschließlich Dezember gesichert. Nach Angaben der Kanzlei gibt es bereits erste Interessenten für das Unternehmen.

Verstärkter Wettbewerbsdruck führt zu Schieflage

Die mittelständische Spedition ist seit 1961 am Logistikmarkt tätig. Franke bietet Leistungen in den Bereichen Stück- und Sammelgut sowie in der Teil- und Komplettpartien-Sparte an. „Hintergrund der finanziellen Schieflage sind die gravierenden Veränderungen innerhalb der Logistikbranche, die in den letzten Jahren zu einem verstärkten Wettbewerbsdruck geführt haben. Hinzukommend schlagen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf wichtige Kunden durch“, teilte die Kanzlei mit.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Logistikunternehmens wurde der Restrukturierungsexperte Dr. Christian Willmer bestellt. Die Kanzlei zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Insolvenzverwalterkanzleien in Deutschland. Gemeinsam mit Rechtsanwalt Martin Gehlen und seinem Team hat Willmer die Arbeit im Unternehmen bereits aufgenommen.

Geschäftsbetrieb läuft weiter

Informiert wurden die Mitarbeiter bereits am Donnerstag, 28. Oktober, über den aktuellen Stand der Dinge und die nächsten Schritte im Insolvenzverfahren. In einer ersten Stellungnahme erläuterte Willmer, dass der Geschäftsbetrieb der Spedition bis auf weiteres fortgeführt werden kann. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bis Ende Dezember 2021 abgesichert. Willmer kündigte an, in den kommenden Wochen an Sanierungsperspektiven zu arbeiten.

Anwälte wollen stabile Perspektiven entwickeln

„Nach einer ersten Bestandsaufnahme ist festzuhalten, dass der Geschäftsbetrieb bei Franke fortgeführt werden kann. Das ist eine gute Nachricht für die Mitarbeiter und auch für die Kunden“, macht der vorläufige Insolvenzverwalter deutlich.

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In den kommenden Wochen wollen die Anwälte Gespräche mit allen Beteiligten führen und gemeinsam daran arbeiten, stabile Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Speziell mit Blick auf die internationalen Lieferketten und die Auswirkungen der Pandemie steht der gesamte Logistikbereich vor einer Neuordnung.

Von Anke Lütjens