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Wunstorf Stadt sieht Digitalisierung als mühsamen Prozess
Umland Wunstorf Stadt sieht Digitalisierung als mühsamen Prozess
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15:37 17.02.2019
In der Wunstorfer Stadtverwaltung soll die Digitalisierung weiter gehen. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Die Stadtverwaltung bekennt sich zu dem Ziel, ihre Dienstleistungen für die Bürger und interne Arbeitsabläufe zu digitalisieren. Sie warnt aber die Politik davor, dabei ein besonders schnelles Tempo zu erwarten.

Die Ratsgruppe von SPD, Grünen und FDP hatte die Verwaltung bei den Haushaltsberatungen zu einer Zwischenbilanz aufgefordert. Anlass ist auch das 2017 verabschiedete Onlinezugangsgesetz des Bundes, das diesen Prozess beschleunigen soll. Allerdings verweist die Verwaltung darauf, dass es bisher wohl nur in Teilbereichen auch für die Kommunen gilt. Außerdem werde technisch sehr kompliziert, Behördenportale unterschiedlicher Ebenen wie gefordert zusammenzuführen.

Trotzdem gibt die Stadt den Politikern einen Überblick darüber, an welchen Baustellen sie derzeit tätig ist. So hat sie selbst gerade ihre Internetseite modernisiert, wenn sie das auch nicht mit neuen Angeboten verbunden hat. Alle städtischen Formulare stehen dort als PDF-Dateien zur Verfügung. Die Verwaltung räumt allerdings ein, dass das nur ein Zwischenschritt sein kann.

Wunstorf denkt erneut über Behördenruf 115 nach

Sie strebt an, dass die Bürger künftig in fast allen Fällen ihre Daten direkt auf der Internetseite eingeben und die Mitarbeiter damit ohne technische Brüche weiter verfahren können. Bisher geht das nur, wenn Wunstorfer ihre Kinder für Kita-Plätze oder Aktionen der Jugendpflege anmelden, ein Wunschkennzeichen für ihr Auto reservieren oder einen Wahlschein oder standesamtliche Urkunden beantragen. Bei letzteren testet die Verwaltung derzeit auch ein elektronisches Bezahlsystem.

Bis zum Ende dieses Jahres sollen zumindest alle Bauakten elektronisch vorliegen. Die Bauverwaltung will langfristig ermöglichen, dass alle Beteiligten sich online informieren können, wie weit die Bauanträge bearbeitet sind. Das Ziel ist, dass künftig alle Abteilungen Akten elektronisch führen. Teilweise verarbeitet die Verwaltung Rechnungen schon digital und will im März gemeinsam mit der Region auch ein neues elektronisches Vergabesystem in Betrieb nehmen.

In dem Zusammenhang hat die Stadt auch berichtet, dass sie sich vielleicht doch der einheitlichen Behördenrufnummer 115 anschließen will, die sie zunächst skeptisch gesehen hatte. Eine Arbeitsgruppe in der Region bereitet das vor, Start wäre zum Jahresbeginn 2020.

Damit eine weitere Digitalisierung technisch möglich wird, hat die Verwaltung schon weiter im Rathaus investiert. Insgesamt betont sie aber, dass die Umstellung viel Personal bindet, auch weil die Systeme anfangs oft noch nicht reibungslos funktionieren. Die Stadt kann das Tempo auch nicht immer allein vorgeben, sondern muss sich mit anderen Partnern abstimmen.

Von Sven Sokoll

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