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Wunstorf Umbaupaket für Stadttheater geschnürt
Umland Wunstorf Umbaupaket für Stadttheater geschnürt
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12:17 20.08.2018
Das Stadttheater soll in den nächsten Jahren attraktiver werden.
Das Stadttheater soll in den nächsten Jahren attraktiver werden. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Das Stadttheater soll bis 2022 in mehreren Schritten durch Umbauten mit fünf Schwerpunkten attraktiver werden. Ein Arbeitskreis aus Politik, Verwaltung, Veranstaltern und Gastronomie hat dafür jetzt ein Gesamtkonzept vorgelegt. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Schritte angegangen werden.

Die Runde ist bereits 2014 etabliert worden und hatte ohne Umbauten erste Ergebnisse erzielt. So haben Theater und Abtei ein neues Logo und einen gemeinsamen Internetauftritt. Im Online-Kartenvorverkauf gab es Fortschritte, ebenso wie bei der Bewirtung. Der Arbeitskreis ist zufrieden, dass die Auslastung des Stadttheaters deutlich gestiegen ist und damit auch die Mieteinnahmen der Stadt. Auch die Wunstorfer Schulen nutzen zunehmend die Einrichtung an der Südstraße.

Allerdings sind die Akteure sich auch einig, dass die Theaterbesucher ein anderes Ambiente erwarten, als es das Stadttheater derzeit bietet. Noch in diesem Jahr soll das Foyer im Obergeschoss umgestaltet werden. Dabei ist geplant, Möblierung, Handläufe und Beleuchtung zu erneuern. Schallhemmende Paneele sollen die Lautstärke in den Pausen drücken. Oben und auch unten sollen die Türen zwischen Foyer und Saal erneuert werden, auch damit weniger Schall durchdringt. Oben muss die Tür nach den aktuellen Standards auch breiter werden. 40.000 Euro dafür waren schon im Haushalt eingeplant.

Als nächster Schritt soll dann das Foyer im Erdgeschoss umgestaltet und dabei vergrößert werden. Dafür sollen die Zuschauerplätze unter dem Balkon zu einem kombinierten Bereich für Garderobe und Catering werden. So entsteht eine ansprechende Theke, die mit geringerem Personalaufwand gemeinsam mit der Garderobe betrieben werden kann. Zum Innenraum hin angrenzen soll ein Pult, von dem aus die gesamte Technik während einer Aufführung gesteuert werden kann. Der Umbau kostet zwar drei kürzere Sitzreihen, doch das Theater hätte noch immer rund 500 Plätze.

Untersucht wird auch, welche Investitionen in die Haustechnik notwendig sind. Bekannt ist, dass die Heizung träge reagiert und die Lüftungsanlage zu laut ist. Auch das elektrische Netz ist schon älter. Bei den Toiletten soll für die Damen die Kapazität verdoppelt werden, die dafür nach oben ziehen müssen. Die Herren bekommen in weiteres Urinal. Im Bühnenhaus muss vor allem Möblierung und Ausstattung erneuert werden, was auch während der Saison geht. In einem letzten Schritt soll das Theater an Eingang und Fassade auch noch deutlicher im Stadtbild sichtbar gemacht werden.

Der Sozialausschuss diskutiert das Konzept in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 28. August, ab 18 Uhr im Rathaus. Wenn auch der Verwaltungsausschuss zustimmt, wird die Liste Stück für Stück näher geplant und umgesetzt, möglichst jeweils in den Spielpausen und bis 2022.

Von Sven Sokoll