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Wunstorf Fliegerhorst: Umbau kostet 750 Mio
Umland Wunstorf Fliegerhorst: Umbau kostet 750 Mio
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11:44 10.08.2018
Für den A400M ist der Fliegerhorst Wunstorf erheblich umgebaut worden, was sich in den nächsten Jahren noch fortsetzt. Quelle: Stefan Lüer/Bundeswehr
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Wunstorf

Die Modernisierung des Luftwaffen-Standorts Wunstorf als Heimatbasis des Militärtransporters A400M dürfte nach Angaben des niedersächsischen Finanzministeriums insgesamt mit 750 Millionen Euro zu Buche schlagen. „Von August 2009 bis Dezember 2016 - dem Termin für die Erstflugbefähigung - wurden etwa 450 Millionen Euro ausgegeben“, heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Mitteilung des Ministeriums, das auch für das staatliche Baumanagement in Wunstorf zuständig ist. Die Modernisierung des Fliegerhorsts sei damit aber noch nicht beendet, sondern werde bis 2028 „und gegebenenfalls darüber hinaus“ fortgeführt.

„Insgesamt wird für die weiteren Baumaßnahmen von 2017 bis zum Ende des Ausbaus mit Kosten von rund 300 Millionen Euro gerechnet“, schätzt das Ministerium. Nach Angaben eines Sprechers dürften somit bis zum Abschluss des Projektes Gesamtkosten von 750 Millionen Euro entstehen. Zu Beginn des Projekts war von einer halben Milliarde Euro die Rede gewesen, so dass die Kosten sich nach oben entwickelt haben.

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Eine der gerade anstehenden Baumaßnahmen ist ein Neubau für den Lazarettbereich, dessen Richtfest im September ansteht. Hintergrund: Beim Einsatz als Lazarettflugzeug soll die viermotorige A400M in der Lage sein, Verletzte aus Einsatzgebieten in Sicherheit zu bringen. Dafür werden im Frachtraum der Turboprop-Maschinen spezielle Transporteinheiten mit dazugehörigen Material verankert, von denen künftig zwei voll ausgestattet in dem Neubau bereitstehen werden.

Das Lufttransportgeschwader (LTG) 62 ist Heimatbasis der A400M „Atlas“. Hier findet auch die Ausbildung der künftigen Besatzungen statt. Beim Umbau des in den 1930er Jahren gebauten Flugplatzes Wunstorf wurde neben neuen Stellflächen und Wartungshallen auch ein modernes, multinationales Ausbildungszentrum gebaut, in dem Piloten und Techniker geschult werden sollen. Der Flugplatz dient als Basis für die Verlegung von Material und Soldaten per A400M, aber auch Luftfahrzeugen anderer Nationen in weltweite Einsätze. Insgesamt hat Airbus nach eigenen Angaben bereits 20 A400M an Deutschland ausgeliefert.

Das Flugzeug gilt als modernster Militär-Transporter der Welt, hatte aber immer wieder Probleme. Deutschland hat insgesamt 53 Maschinen beim Hersteller Airbus bestellt, um die ein halbes Jahrhundert alten Transportflugzeuge vom Typ Transall zu ersetzen. Politische, finanzielle und technische Probleme verzögerten die Entwicklung jahrelang. Das Flugzeug wird 1,5 Milliarden Euro teurer als veranschlagt und mehr als elf Jahre zu spät geliefert. Das erste Exemplar übernahm die deutsche Luftwaffe im Dezember 2014.

Insgesamt wollte die Bundeswehr von den bestellten 53 Maschinen im Wert von 7,1 Milliarden Euro zunächst nur 40 behalten, 13 sollten weiterverkauft werden. Diese Flugzeuge sollen nun aber doch selbst genutzt werden. Mehr als 40 sollen in Wunstorf aber nicht stationiert werden. dpa

Von Ralf Krueger und Sven Sokoll

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