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Wunstorf Segler Erdmann fesselt zwei Abende lang
Umland Wunstorf Segler Erdmann fesselt zwei Abende lang
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11:26 02.11.2018
Koordinatorin Andrea Kuschetzki freut sich, dass sie Wilfried Erdmann nach Steinhude geholt hat. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

„Meine Eltern haben die Bücher von Wilfried Erdmann rauf und runter gelesen“, hat Koordinatorin Andrea Kuschetzki am Donnerstag den Vortrag des Extremseglers Wilfried Erdmann eingeleitet. Dass Erdmanns Literatur auch zu vielen anderen Seglerhaushalten gehört, zeigte sich an der großen Resonanz: Für zwei ausverkaufte Abende in den Steinhuder Strandterrassen konnten die Organisatoren 460 Karten verkaufen. „Wir sind überrannt worden“, stellte Kuschetzki fest.

Unter Segeln ist Erdmann vier Mal um den Erdball gesegelt, wobei die letzte Tour, 343 Tage in den Jahren 2000 und 2001, allein, ohne Zwischenhalt und gegen die vorherrschenden Windrichtungen der krönende Abschluss war. Sein Boot Kathena Nui hatte schon zehn Jahre im heimischen Garten an der Schlei gestanden, doch dann wollte er sich noch einmal aufmachen. In seinem Bildervortrag mit vielen originalen Tonaufzeichnungen schilderte er die besonderen Herausforderungen, die allein schon der Alltag auf dem schwankenden Schiff bedeutet: „Schon Zwiebeln zu schälen ist ein elendiger Kampf“, berichtete er und zeigte, wie er Brötchen in der Pfanne gebacken und seine Kleidung zum Waschen dem Schiff hinterher durch das Meereswasser gezogen hat.

Der Extremsegler von der Schlei berichtet von seiner letzten Tour um die Welt.

Echten Gefahren ist ein Alleinsegler aber auch ausgesetzt, zum einen drohen Kollisionen mit anderen Schiffen: „Wenn man schlafen will, muss man immer aufs Glück hoffen“ – es war im hold. Ausgeliefert aber ist er dem Wetter: Südlich von Afrika musste er einen schweren Sturm überstehen, wobei ihm die Sorge auf den Bildern anzusehen ist. Schließlich kam er aber doch in Cuxhaven an und tanzte vor Freude auf seinem Mast. Das ist jetzt schon 17 Jahre her, mittlerweile will der 78-Jährige sich aus der Fahrtensegelei ganz zurückziehen.

Von Sven Sokoll

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