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Wunstorf Gut beschützt: 130 Musiker spielen Konzert auf dem Fliegerhorst
Umland Wunstorf

Wunstorf: 130 Musiker spielen starkes Konzert auf dem Fliegerhorst

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17:03 09.09.2019
Das Musikschulorchester und das Junge Streichorchester spielen unter der Leitung von Elisabet Heineken auf dem Wunstorfer Fliegerhorst. Quelle: Musikschule
Wunstorf

Ein Konzert in einer Flugzeughalle? Mit 130 Musikern? Ein Wagnis. Doch die Musikschüler der Wunstorfer Musikschule bescherten den etwa 700 Zuhörern am Sonntagnachmittag zweieinhalb großartige Stunden. Es wurde ein Konzert, das die Extraklasse dieser jungen Menschen unterstreicht. Sie können spielen, sie sind eine Einheit, sie leben und lieben die Musik, sie harmonieren –und sie genießen es, ein Teil des Ensembles zu sein.

Die Schüler des teilweise noch sehr jungen Streichorchesters – sie sind zwischen sieben und zwölf Jahre alt –meisterten ihr Programm mit Bravour. Händel, Tschaikowsky, Doyle und Richard Meyers wurden fantastisch interpretiert. Das Ergebnis langen, intensiven Übens. Unter der Leitung von Christine Rimkus haben sie selbst in größter Hitze beim Probenwochenende in Goslar konzentriert und ohne Murren stundenlang geprobt.

Die WMO-Mitglieder sind untereinander eng verbunden

Das Wunstorfer Musikschulorchester (WMO) existiert bereits seit 2000. Damals spielten 20 Schüler ein 20-minütiges Konzert. Am Sonntag waren es 83 Musikschüler, die ein eineinhalbstündiges, anspruchsvolles Programm meisterten. Unter der bewährten Leitung von Elisabet Heineken, die respekt- sowie liebevoll von ihren Schülern mit „Captain“ angesprochen wird, brachten die jungen Leute Meisterliches zustande.

Bizets Sinfonie Nr. 1, der „Pink Panther“ von Mancini und eine „Conga del Fuego Nuevo“ von Marquez. Die Leitung der „Finlandia“ von Sibelius und den „Star Teck“ von Custer übernahm Jan- Aurel Dawidiuk mit viel Verve. Dawidiuk ist ein musikalisch hochbegabter 19-Jähriger, der bereits viele Musikpreise gewann. Auch er begann den Geigenunterricht bei Elisabet Heineken.

Das WMO hat sich zu einer festen Größe etabliert. Die Gründungsmitglieder sind inzwischen erwachsen, es gibt auch schon drei WMO-Babys. Viele der Ehemaligen sind dem Orchester auch heute noch tief verbunden und spielen machmal – wenn’s passt –bei den Konzerten unterstützend mit. Dem WMO eigen ist eine große Verbundenheit der Mitglieder, von Vertrauen, gegenseitigem Respekt, Humor und Freundschaft getragen. Ein besonderer Geist, der dieses Orchester prägt.

Ungewöhnlicher Ort sorgt für Diskussionen

Auch der Ort des Konzertes am Sonntag wurde diskutiert: kleine Geigenkinder und militärisches Gerät? Viele taten sich schwer damit. Doch nach vielem Hin und Her besann man sich auf Artikel 87a des Grundgesetzes: Die Bundeswehr ist zur Verteidigung da. Und das Kostbarste, das wir haben und geschützt werden muss, sind unsere Kinder. Beim Neujahrsempfang hatte die Musikschule in diesem Jahr an gleicher Stelle schon einmal für die Unterhaltung gesorgt. Auch die Big Band der Bundeswehr hat vor drei Jahren dort gespielt.

Gut beschützt also konnte dieses also auch dieses Konzert grandios gespielt werden. Viele Beteiligte machten dieses wunderbare Konzert möglich, vor und hinter den Kulissen, in der Vorbereitung und der Durchführung. Es bleibt der Wunsch, solch wunderbare Konzerte weiter erleben zu können. Auch an ungewöhnlichen Orten.

Von Ute Rintelmann

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