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Wunstorf AG Funk’N’Theater präsentiert Collage zur Weimarer Republik
Umland Wunstorf AG Funk’N’Theater präsentiert Collage zur Weimarer Republik
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00:15 13.04.2019
Radical Cheerleaders kämpfen für die Rechte der Frauen. Quelle: privat
Wunstorf

Das Hölty-Gymnasium trägt zur Veranstaltungsreihe „Wunstorf in der Weimarer Republik. Demokratie zwischen den Katastrophen“ auch ein Theaterstück bei. Die AG Funk’N’Theater unter der Leitung von Inta Funkner hat sich in ihrer aktuellen Inszenierung diesem Thema verschrieben und will die Ergebnisse im Juni präsentieren. Der Vorverkauf für die Theater-Collage hat begonnen.

Mit dem 100. Jahrestag der Weimarer Republik und vielen neuen Filmen dazu stellt sich die Gruppe die Frage, ob die damaligen Themen für die heutige Zeit noch wichtig sind und in welcher Form sie auf künstlerischem Wege wieder erlebbar gemacht werden können. Zunächst haben sie sich intensiv mit der Weimarer Republik beschäftigt und haben bei ihren Recherchen auch Vorträge entwickelt und Stadtarchivar Klaus Fesche besucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Form der politischen Auseinandersetzung wieder ähnlicher geworden ist und dass vor allem auch die starken rechten Strömungen vergleichbar sind.

Die Gruppe Funk’N’Theater beschäftigt sich vor allem mit der Rolle der Frauen damals und heute.

Entdeckt haben die Schüler aber auch, dass viele Menschen sich damals wie heute für Reformbewegungen interessieren und sich gesundes Essen und einen gesunden Körper wünschen, wenn auch mit unterschiedlichen Ausprägungen. Ähnlich wie heute stand auch in der damaligen Literatur und Kunst oft häusliche Gewalt, Gewalt in Beziehungen und der Missbrauch von Macht im Mittelpunkt.

Frauen stehen im Mittelpunkt

Die Schüler kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass sie in ihrer Weimar-Inszenierung vor allem das Leben der Frauen darstellen wollen, und zwar abseits das Glamours: Die Theaterbesucher sollen sehen, mit welchen dunklen Seiten die Frauen in der Weimarer Republik zurechtkommen mussten. Und die AG will dabei auch der Frage nachgehen, ob diese Belastungen auch heute noch bestehen.

Auf der Bühne will die Gruppe dafür eine virtuelle Realität erzeugen. Die Schauspieler agieren zunächst in der Gegenwart, doch schon bald werden sie zu Figuren eines Computerspiels namens Weimar. Dabei vermischen sich die Zeiten zu einer neuen Welt. „Ist es möglich, auf diese Art eine historische Erfahrung zu machen?“, wollen die Initiatoren erforschen und laden ihr Publikum ein, anschließend mit dem Ensemble darüber zu diskutieren.

Die Aufführungen beginnen am Dienstag, 4. Juni, und Donnerstag, 6. Juni, jeweils um 19.30 Uhr im Stadttheater. Schon für 19 Uhr lädt Funk’N’Theater jeweils zu Einführungen ein und bietet dann nach dem einstündigen Stück die Diskussionen darüber an. Die Autoren sehen das Stück als ab der achten Klasse geeignet an. Karten zu Preis von 2,50 Euro sind im Bücherparadies, Südstraße, und nach den Ferien während der Schultage wieder in der Pausenhalle zu erhalten.

Von Sven Sokoll

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