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Wunstorf Anwohner des Plantagenweges ärgern sich über Lieferverkehr zu Baustoffhandel
Umland Wunstorf

Wunstorf: Anwohner im Plantagenweg ärgern sich über Lieferverkehr bei Blanke-Baustoffe

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12:49 27.01.2020
Katharina Schirmer ärgert sich über den Anlieferverkehr in ihrer Straße. Quelle: Manuel Behrens
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Wunstorf

Seit ihrer Geburt wohnt Katharina Schirmer schräg gegenüber dem Baustoffhandel Blanke im Plantagenweg an der Kolenfelder Straße. Und in der meisten Zeit hat der 29-Jährigen der Lieferverkehr in der Seitenstraße wenig ausgemacht. „Daran gewöhnt man sich wie an eine Kirchenglocke“, sagt sie. Doch jetzt hat sie genug. Seitdem sie studiert, sei sie mehr zu Hause und fühle sich vom Treiben auf dem Hof des Baustoffhandels extrem gestört.

Sie berichtet von Speditionen, die frühmorgens lautstark und „brüllend“ ihre Waren auf dem Hof von Blanke ab- und beladen. Oder von Fahrern, die sie beschimpft haben, wenn ihr Auto in der Nähe der Einfahrt geparkt war. Sie zeigt Fotos von Lkw, die fast die gesamte Breite des Plantagenwegs einnehmen, während Passanten ausweichen müssen. Die Liste der Probleme, die sie mit der Blanke-Einfahrt hat, ist noch länger. „Hier herrscht ein buntes Potpourri an Verkehrsverstößen“, fasst sie die Situation zusammen.

Speditionen blockieren beim Be- und Entladen den Plantagenweg. Der Betreiber sagt aber, dass die Fahrer oft wegen falsch geparkter Autos dazu gezwungen werden. Quelle: privat

„Die Bürgersteige sind ziemlich durch“

Bei der Stadt Wunstorf weiß man nichts vom Unmut der Anwohner, wie Sprecher Alexander Stockum auf Anfrage sagt. Trotzdem hat die Stadt nun eingegriffen und die Straße im Bereich der Einfahrt des Baustoffhandels zum Halteverbot erklärt. So sollen Fahrzeuge, die vom Hof kommen, mehr Platz bei der Ausfahrt haben. Zudem sollen die gegenüberliegenden Gehwege nicht durch Transporter und Lkw in Mitleidenschaft gezogen werden, die sie beim Rangieren befahren. „Die Bürgersteige sind ziemlich durch“, sagt Stockum. Weder mit den Bewohnern des Plantagenwegs noch mit Blanke habe man sich zuvor ausgetauscht. „Das hätte man besser kommunizieren können“, sagt Stockum.

Die Stadt will von den Problemen der Anwohner nichts wissen, meint Schirmer. Sie habe sich wegen des Lieferverkehrs mehrfach an das Ordnungsamt gewandt. Passiert sei nichts. Blanke-Geschäftsführer Christoph Napp kann den Ärger der Medizinstudentin nur teilweise nachvollziehen. Dass Lkw auf der Straße be- und entladen werden, seien Einzelfälle. Seinen eigenen Angestellten habe er dies untersagt. Bei seinen externen Lieferanten sei das nicht immer möglich. „Das sind 150 bis 200 unterschiedliche Fahrer. Die, die öfter herkommen, wissen auch, dass sie nicht auf der Straße arbeiten dürfen“, sagt der 47-Jährige.

„Habe Interesse an guter Nachbarschaft“

Oft seien die Fahrer wegen parkenden Autos in der Straße auch zu gewagten Manövern gezwungen. Er selbst habe Schirmer und die anderen Anlieger mehrfach gebeten, nicht in der Einfahrt zu parken, damit die Lieferanten problemlos rangieren können. „Ich habe immer ein großes Interesse an guter Nachbarschaft“, sagt er. In der Vergangenheit hat sich der Kontakt der beiden Parteien darauf beschränkt, sich gegenseitig auf das Parkverhalten des anderen hinzuweisen. Napp würde sich wünschen, dass bei einem Treffen eine gemeinsame Lösung gefunden wird.

Speditionen blockieren beim Be- und Entladen den Plantagenweg. Quelle: privat

Schirmer hat bereits einen möglichen Ausweg: Sie wünscht sich, dass Blanke eine neue Aus- und Einfahrt einrichtet und der schmale Plantagenweg entlastet wird. Ginge es nach ihr, würden die Lieferanten und Speditionen künftig über die Kolenfelder Straße und die Einfahrt zur ehemaligen Tankstelle auf das Blanke-Gelände fahren. Auch bei der Stadt scheint man mit der Situation nicht vollends zufrieden zu sein. „Eine Einfahrt, wie über den Plantagenweg, würde man so heute nicht mehr einrichten“, sagt Stadtsprecher Stockum.

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Von Manuel Behrens

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