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Wunstorf Verzögerung: Arbeiten an Kolenfelder Kirche dauern länger
Umland Wunstorf

Wunstorf: Arbeiten an Kolenfelder Kirche werden länger dauern

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17:00 13.08.2019
Werner Seppelt zeigt Stellen am Turm, an denen der Putz sich löst. Quelle: Sven Sokoll
Kolenfeld

Wer historische Gebäude in Schuss halten muss, ist vor Überraschungen nicht gefeit. Nachdem die Kirchengemeinde Kolenfeld in der vergangenen Woche das Gerüst für die geplante Außenrenovierung hat aufstellen lassen, hat der Putz am Turm sich als schadhafter erwiesen als angenommen. „Eigentlich war der Turm erst vor 15 Jahren gestrichen worden, deshalb sind wir davon ausgegangen, dass wir dort nicht viel tun müssen“, sagt Werner Seppelt vom Kirchenvorstand. Aus der Nähe betrachtet sind aber abgeplatzte Stellen zu sehen, und wenn er klopft, sind die entstandenen Hohlräume in der Fassade auch gut zu hören.

Am Mittwoch sollen die ersten Handwerker loslegen. Eigentlich hatten die Arbeiten insgesamt zwei Monate dauern und rund 90.000 Euro kosten sollen. Nun muss die Gemeinde damit rechnen, dass beide Ansätze nicht ausreichen. In dieser Woche ist deshalb noch ein Gespräch mit der Landeskirche geplant. Zu den Geldgebern zählen die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler der Evangelischen Kirche in Deutschland und das Land mit seinem Programm Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (Zile).

Risse im Kolenfelder Kirchturm entstanden bei Wölbung

Zu den weiteren geplanten Arbeiten zählen vor dem Endanstrich unter anderem der Giebel an der Ostseite, der auch komplett neu verputzt werden muss. Die Sandsteine müssen teilweise nachgearbeitet werden. An der Fassade sind außerdem Risse zu sehen, die schon in den Siebzigerjahren entstanden sind. Die Wände wölbten sich damals stark aus, sodass innen die Decke den Halt verlor und abstürzte. Heute verhindert das eine neue Stahlkonstruktion.

Innen muss nach einem Feuchtigkeitsschaden am Schornstein auch noch auf einigen Quadratmetern der Putz erneuert werden. Außerdem wird die Tür zum Heizungsraum ausgetauscht, dabei soll die Kirche auch ein einheitliches Schließsystem bekommen.

Gottesdienste sind weiter möglich

Die Kirche, die vor zwei Jahren bereits innen saniert worden ist, kann von der Gemeinde weiterhin voll genutzt werden. Schon am Mittwoch proben dort die russischen Gäste aus Kaluga bei Moskau. Der Slavinski-Chor ist bei Kolenfelder Familien untergebracht und gibt am Donnerstag dann ab 19.30 Uhr ein Konzert in der Stadtkirche in Wunstorf. Am Sonnabend folgt ein Einschulungsgottesdienst.

Im Winter ist bereits die Turmuhr überholt worden, die jetzt gut läuft und dank moderner Technik nicht mehr von Hand aufgezogen werden muss. „Allerdings hat die Mechanik der Uhr sehr sensibel darauf reagiert, dass die Seile an den Gewichten nicht mehr dreifach, sondern nur zweifach geführt wurden“, sagt Seppelt. Nachdem die Gewichte lange neu tariert worden sind, wird das Geläut jetzt wieder zuverlässig ausgelöst.

Beim Uhrwerk blickt Seppelt aus dem Turmfenster und berichtet, dass dort im Frühjahr fünf Turmfalken in einem Nest geschlüpft sind, die erst flügge werden mussten, bis jetzt die Handwerker außen loslegen konnten.

Die Kolenfelder Gemeinde will die Fassade ihrer Kirche sanieren.

Von Sven Sokoll

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