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Wunstorf Beratungsstellen für Frauen und Suchtkranke sind gefragt
Umland Wunstorf Beratungsstellen für Frauen und Suchtkranke sind gefragt
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00:16 28.04.2019
Die Frauenberatungsstelle am Alten Markt soll mehr Geld von der Stadt bekommen. Quelle: Rocktäschel
Wunstorf

Zwei Beratungsstellen in Wunstorf stehen vor Herausforderungen und waren am Mittwoch deshalb Thema im Sozialaussschuss. Die Suchtberatung würde ihre Aktivitäten gern ausweiten, wünscht sich aber bisher vergebens auch eine finanzielle Beteiligung der Stadt. Bei der Frauenberatung soll der städtische Anteil dagegen erhöht werden, weil die Region weniger zahlt.

Seit 2014 bietet die Step Suchtberatung aus Barsinghausen regelmäßige Sprechstunden im Gebäude der städtischen Bauverwaltung an der Stiftsstraße an, derzeit donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Nach Vereinbarung sind auch Gespräche in der Stunde davor möglich. Die Nachfrage ist gewachsen, Step würde das Angebot deshalb gern auch ausweiten. „Wir sind aber personell und räumlich am Ende unserer Kapazitäten“, sagte Leiter Torsten Köster.

Stadt lehnt Zuschussanträge ab

Mit einer Kollegin ist er neben Wunstorf und Barsinghausen auch für Gehrden, Ronnenberg und Empelde zuständig. In Wunstorf, wo Step im Jahr rund 30 Fälle betreut, hat die Einrichtung sich drei Mal vergebens um Zuschüsse aus Wunstorf in Höhe von 2600 Euro pro Jahr bemüht. Andere Städte und die Region leisten Beiträge zu dem Etat.

In Wunstorf ist aus Sicht der Berater der Zulauf von jungen Menschen auffallend hoch, vor allem mit Alkohol- und Drogenproblemen. Wenn Step seine Kapazitäten vergrößern könnte, würde Köster sich unter anderem eine stärkere Kooperation mit anderen Partnern und mehr Präventionsarbeit etwa in Schulen wünschen. Positiv findet Köster, dass für Betroffene der Gang in ein allgemeines Verwaltungsgebäude einfacher ist, als wenn draußen groß „Suchtberatung“ über dem Eingang stehen würde.

Region zahlt weniger für Frauenberatung

Bei der Frauenberatungsstelle will die Stadt ihr Engagement verstärken. Die Region Hannover hat beschlossen, ihre Förderung an diese Form der Beratungsstellen ab dem nächsten Jahr nach einem anderen Schlüssel zu verteilen, was den Zuschuss für die Wunstorfer um gut 7000 Euro auf 33.000 Euro sinken lässt. Allerdings nimmt gleichzeitig die Nachfrage nach Beratung zu, unter anderem durch die Flüchtlingsfamilien in der Stadt.

Höhere Personalkosten und niedrigere Zuschüsse von der Region ergeben eine Finanzlücke, wegen der die Stadt ihren finanziellen Anteil von bisher 4500 Euro um voraussichtlich 12.000 Euro aufstocken will, wie die Gleichstellungsbeauftragte Sandra Werner ankündigte.

Badbeschluss soll kein Blankoscheck sein

Auch im Sozialausschuss haben die Bäderbetriebe breite Unterstützung dafür bekommen, eine Erweiterung für das Hallenbad Wunstorf Elements zu planen. Christiane Schweer (CDU) sagte: „Wir wissen, dass das Freibad in Bokeloh endlich ist, auch wenn wir es so lange wie möglich erhalten wollen.“ Sie betonte aber, dass weitere Beschlüsse notwendig seien, bevor tatsächlich am Hallenbad investiert wird.

Ulrike Pickert-Maaß (SPD) unterstrich: „Dies darf kein Blankoscheck für den Bau eines Spaßbads in Wunstorf sein.“ Die Bäderbetriebe wollen den bisherigen Nichtschwimmer-Bereich abreißen und dafür für bis zu 15 Millionen Euro neue Angebote für Kinder und Jugendliche, Raum für Kurse und ein kleines Außenbecken entwickeln.

Nur Andreas Niepel (AfD) stimmt gegen die Vorlage: „Das ist ein ordentlicher Betrag. Wenn die Stadt sich das leisten will, ist die Frage, warum sie nicht auch die Straßenausbaubeiträge abschaffen kann“, sagte er zur Begründung.

Von Sven Sokoll

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