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Wunstorf Landesbehörde legt K+S-Antrag für Rekal-Anlage aus
Umland Wunstorf

Wunstorf-Bokeloh: Landesbehörde legt K+S-Antrag für Rekal-Anlage aus

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00:16 18.06.2019
Die Rekal-Anlage ist ein wichtiges Instrument für die Begrünung in den nächsten Jahren. Quelle: Sven Sokoll
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Bokeloh

Die K+S Kali GmbH hat jetzt ihren Antrag vollständig eingereicht, die Rekal-Anlage auf dem Gelände des Bokeloher Werk Sigmundshall auch nach dem Ende des Kaliabbaus weiter betreiben zu dürfen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) leitet deshalb jetzt das Planfeststellungsverfahren ein, in dem auch Bürger ihre Stellungnahmen abgeben können.

Die Anlage mit rund 50 Arbeitsplätzen läuft seit 1995 und verarbeitet Salzschlacken aus der Aluminiumindustrie. Dabei entsteht nicht nur Aluminiumgranulat, sondern auch Material, mit dem K+S die Rückstandshalde abdeckt. So kann sie begrünt werden, was in rund 15 Jahren abgeschlossen sein soll.

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Umweltverträglichkeit wird geprüft

Das LBEG wird in dem Verfahren vor allem prüfen müssen, wie umweltverträglich die Anlage ist und ob die Nachbarschaft zum Beispiel vor Lärm, Staub, Schadstoffen oder Gerüchen geschützt werden muss. Den Antrag von K+S legt die Behörde jetzt Naturschutzverbänden und öffentlichen Stellen vor. Von Mittwoch, 26. Juni, bis Donnerstag, 25. Juli, liegen die Akten aber auch für jedermann in den Rathäusern in Wunstorf und der Samtgemeinden Sachsenhagen und Nenndorf aus. Online können Interessierte sich die Unterlagen unter uvp.niedersachsen.de oder lbeg.niedersachsen.de ansehen.

Im vergangenen Jahr hatte sich bereits aus der Nachbarschaft der Verein gegen Immissions- und Umweltschäden zu Wort gemeldet, der vor allem die Geruchs- und Staubbelästigung kritisiert hat. Die Fristen für offizielle Stellungnahmen laufen jetzt bis zum 16. August für Institutionen und bis zum 25. August für Bürger. Das Landesamt will dann bei einem Erörterungstermin mit dem Unternehmen und den Einwendern die einzelnen Fragen diskutieren. Danach kann entschieden werden, ob die Anlage weiter betrieben werden kann und ob dafür möglicherweise besondere Auflagen notwendig sein werden.

Von Sven Sokoll

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