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Wunstorf Christina Kallmeyer eröffnet mit ihren Bildern erneut das Jahr in der Kunstscheune
Umland Wunstorf

Wunstorf: Christina Kallmeyer eröffnet erneut das Kunstscheunen-Jahr

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07:00 30.12.2019
Kerstin Ohlau (von links), Ina Arkenberg-Kallmeyer und Iris Benkelberg führen bei der Vernissage in die Malerei von Christina Kallmeyer ein. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

800 Besucher haben Anfang des Jahres 2019 die Ausstellung von Christina Kallmeyer in der Steinhuder Kunstscheune gesehen. „Das war Wahnsinn, deshalb wollte ich das gern wiederholen“, sagte sie am Sonntag bei ihrer zweiten Vernissage in der Scheune. Und das volle Haus beim Auftakt der Ausstellung „Farben zum Verlieben“ zeigte, dass die Entscheidung wohl richtig war.

Kallmeyer stammt aus der Landwirtschaft. Als sich für den Betrieb Nachfolger fanden, konnte sie sich vor fünf Jahren stärker ihrer Leidenschaft, der Kunst, widmen. Sie nutzt unterschiedliche Techniken, mit denen sie die Farbe auf die Leinwand bringt – ein Motiv entwickelt sich erst während des Entstehungsprozesses. „Zu spachteln gefällt mir sehr gut“, sagt die Künstlerin.

Farbe fließt auf die Bilder

Inspiriert von Kursen an einer freien Kunstakademie in Grevenbroich nutzt Kallmeyer oft auch das sogenannte Pouring – eine Fließtechnik, bei der Farbe auf das Bild läuft. „Damit lassen sich viele interessante Sachen machen“, sagt die Künstlerin. Weil sie gern kraftvoll mit Farbe umgeht, arbeitet sie in einem Iglu im Garten – dort kann ruhig auch einmal etwas Farbe umherspritzen.

Viele Besucher interessieren sich für die Bilder von Christina Kallmeyer. Quelle: Sven Sokoll

In die Ausstellung führten die Töchter der Künstlerin, Iris Benkelberg, Ina Arkenberg-Kallmeyer und Kerstin Ohlau ein. Ortsbürgermeister Wilhelm Bredthauer erinnerten die kräftigen Farben an Silvesterraketen, wie er sagte.

Die Ausstellung „Farben zum Verlieben“ können Besucher bis zum 26. Januar sehen. Die Kunstscheune im Steinhuder Scheunenviertel ist an den Wochenenden sowie Neujahr von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Termine können unter Telefon (0162) 1072403 vereinbart werden.

Programm für 2020 steht fest

Koordinatorin Martina Kottkamp sagte rückblickend: „Besondere Highlights waren für mich im September die großen bunten Frauengesichter von Katrin Hamann und die Moorlandschaften von Udo Reckmann im Oktober“. Der frühere Steinhuder wohnt mittlerweile in Hanau.

Auch wenn die Einrichtung von Verkehrsverein und Tourismusgesellschaft immer wieder um die weitere Finanzierung kämpfen muss, ist für 2020 alles in trockenen Tücher. So steht das weitere Programm schon fest. Dabei spielt auch in den nächsten drei Monaten die Farbe eine so zentrale Rolle, dass sie es in die Titel der Ausstellung geschafft hat. Im Februar folgt Franz-Josef Küster mit seinen „Farben-Linien-Flächen“, im März Marita von Dessien, Uschi Röver & Dietmar Hermann unter dem Motto „Farbenfreuden“ und im April Sabine Martin, Jutta Wildhagen und Hans-Dieter Isler mit „Feuer.Form.Farbe“.

Das Meer fasziniert viele Künstler

„Besonders freue ich mich auch auf die Inspiration der Sinne im Mai mit Hannelore Seemann, Monika Gempert und Christine Röser“, sagt Kottkamp. Zur besucherstarken Zeit im Juli und August beteiligen sich wieder mehrere Künstler zunächst am Kunstsommer und dann am Sommeratelier, wobei auch Mode, Schmuck und Glaskunst ausgestellt werden.

Eingerahmt werden diese Ausstellungen von gleich drei Schauen, bei denen das Wasser in der Malerei das prägende Element ist. Besonders gespannt ist die Koordinatorin dabei auf die Schau „Wasser und Licht“ von Chacha Scholz und Ricarda Buttkus im September.

Christina Kallmeyer lässt in ihren Bildern die Farben sprechen. Quelle: Sven Sokoll

Auch die Tibetausstellung unter der Regie von Geshe Gendun Yonten gehört wieder zum Jahreskalender der Kunstscheune, allerdings erst im November. Den Abschluss bilden dann wieder die „Handkunstwerke zur Weihnachtszeit“.

Weitere Informationen zum Programm der Kunstscheune unter www.kunstscheune-steinhude.de.

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Von Sven Sokoll

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