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Wunstorf Dorfwerkstatt soll auch Bokeloh voranbringen
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Wunstorf: Dorfwerkstatt soll auch Bokeloh voranbringen

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07:00 28.01.2020
Wie in Idensen sollen auch die Bokeloher zu Beginn in einer Versammlung Ideen für den Dorfwerkstatt-Prozess sammeln. Quelle: Holger Nicolaus
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Bokeloh

Eine Dorfwerkstatt soll in diesem Jahr Bokeloh dabei helfen, neue Projekte für die Gemeinschaft zu entwickeln. Als Ortsbürgermeister Matthias Waterstradt (CDU) die Ausschreibung las, wollte er diese Möglichkeit nutzen. „Wir freuen und, dass wir Unterstützung bekommen“, sagte er. Der Prozess dauert ein Jahr lang.

Das EU-Leader-Projekt Meer und Meer hat schon seit 2013 Dorfwerkstätten in Neustadt, Wunstorf und der Wedemark angeboten. Teilgenommen haben unter anderem Idensen und Mesmerode. In erster Linie profitieren die Dörfer dabei von der engen Begleitung und Moderation, ein größerer Fördertopf ist damit nicht unmittelbar verbunden. Wenn für Projekte Geld benötigt wird, müssen jeweils Quellen gesucht werden. „Oft geht es aber um Kleinigkeiten“, betonte Waterstradt.

Versammlung im April geplant

Am 16. Januar gab es im Dorfladen bereits eine erste Runde mit Meer-und-Moor-Regionalmanagerin Maren Krämer, bei der nächsten Schritte vereinbart wurden. Da die Ideen vor allem von den Bürgern kommen sollen, ist eine Auftaktversammlung am Sonnabend, 18. April, ab 15 Uhr in der Grundschule geplant.

„Wir werden alle Haushalte anschreiben und hoffen, dass wir vor allem junge Familien einbeziehen können“, sagte Waterstradt. Deshalb werden die Organisatoren bei der Versammlung auch eine Kinderbetreuung anbieten. Auch mit dem Verein Dorfjugend im Butteramt wünscht er sich eine Kooperation, damit die Sicht der jungen Generation einfließen kann.

Ideen sollen sich frei entwickeln

Bisher besteht in Bokeloh bereits eine AG Zukunft. Dort ist die Idee für den Dorfladen entstanden, aber auch mit dem Wohnen im Alter hat sich die Runde schon auseinandergesetzt. Wichtig ist Waterstradt aber, der Versammlung keine Themen vorzugeben. „Ich bin deshalb echt gespannt, welche Themen die Bürger bewegen.“

Um den Ortsbürgermeister hat sich schon ein Team gebildet, das den Prozess aus dem Ort heraus unterstützen will. Nach dem Auftakt könnte die weitere Arbeit in Arbeitsgruppen geleistet werden, die sich regelmäßig treffen. „Die Leute müssen auch bereit sein mitzumachen.“ Deswegen rührt Waterstradt in nächster Zeit die Werbetrommel und hat schon beim Neujahrsempfang der Kirchengemeinde am Sonntag eingeladen.

In Idensen und Mesmerode hat sich viel entwickelt

Eine Idee hinter den Dorfwerkstätten ist, dass die Dorfbewohner auch nach der Begleitung auf ähnliche Weise im Gespräch bleiben. In Mesmerode, das 2013 im Programm war, und Idensen (2014) ist das weitgehend gelungen.

Die Mesmeroder haben sich viel über die Zukunft ihres Dorfplatzes Gedanken gemacht, aber auch regelmäßige gemeinsame Essen ins Leben gerufen. Ortsbürgermeister Ulrich Troschke bezeichnete als einen Vorteil, dass auch Einwohner mitmachen, die nicht in den Vereinen organisiert sind.

In Idensen sind in der Dorfwerkstatt unter anderem ein neuer Bouleplatz, ein Dorfpicknick und ein regelmäßiges Café entstanden. Hier waren bei der Auftaktversammlung unter anderem der Erholungswert und die Sigwardskirche als Pluspunkte hervorgehoben worden. Die Bürger wünschten sich aber Angebote für Jugendliche und weniger Leerstand.

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Von Sven Sokoll

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