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Wunstorf Dudelsackspieler geben Shanty-Konzert den besonderen Pfiff
Umland Wunstorf

Wunstorf: Dudelsackspieler geben Konzert des Wunstorfer Shanty-Chors besonderen Pfiff

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16:53 06.10.2019
Ein echter Hörgenuss: Der Wunstorfer Shanty-Chor gab sein Jahreskonzert im Stadttheater. Als Gast spielte die Teuto District Pipeband. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Das haben die Besucher des Stadttheaters noch nicht gehört: Für ein einmaliges Klangerlebnis sorgte die Teuto District Pipeband am Sonnabendabend im Stadttheater. Die Dudelsackspieler aus dem Raum Bielefeld spielten auf Einladung des Wunstorfer Shanty-Chors.

Kräftiger Applaus für die Pipeband

Es zeigte sich, dass die Plätze in der ersten Reihe nicht immer die besten sind. Als die Dudelsackspieler die ersten Töne anstimmten, hielten sich einige Besucher zunächst die Ohren zu. Ein ohrenbetäubender Klang erfüllte das Stadttheater. Kräftiger Applaus brandete aber anschließend für die Musiker auf. Als die Gruppe unter der Leitung von Maik Kälin am Konzertende hinausmarschierte, erhob sich das begeisterte Publikum. Um Gehör zu finden, mussten sich die stimmgewaltigen Herren des Shanty-Chors zuvor Unterstützung aus dem Publikum holen. Gemeinsam stimmten sie zum Schluss „Nehmt Abschied, Brüder“ an. Mit der Zugabe „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus“ verabschiedete sich die Pipeband. „Super“, lautete der Kommentar von Zuhörerin Dagmar Bultmann. Die Wunstorferin war mit ihren Mann das erste Mal bei einem Konzert des Shanty-Chors – und von den Sängern begeistert.

Bei der Auswahl seines Gastes hat der Wunstorfer Shanty-Chor ein glückliches Händchen bewiesen. Zu seinem Jahreskonzert im Stadttheater hatte er die Teuto District Pipeband eingeladen.

Auf großer Fahrt mit dem Shanty-Chor

Zu Konzertbeginn hatte der Shanty-Chor die Zuhörer mit einem dreifachen „Schiff ahoi“ mit auf große Fahrt genommen. Dabei brachten sie auch ein musikalisches Souvenir von ihrer Konzertreise nach Rotterdam („Meisje ik ben een zeeman“) zu Gehör. Und wie es sich für echte Seebären gehörte, drehten sich die Lieder um „Wein, Weib und Gesang“. Da durfte der betrunkene, auf der Bühne torkelnde Seemann („What shall we do with the drunken sailor“ ) ebenso wenig fehlen wie der Rum aus Jamaika. Gerne hätte Chorleiter Michael Hoppmann einen Schluck aus der Flasche genommen. „Die Stimmbänder sind schon ganz trocken“, klagte er. Es läutete die Schiffsglocke („Strike the bell“), und erstmals sangen die Männer von einem reichen Landstreicher: „The Wild Rover“. Ein Zwischenstopp führte nach Hamburg („An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüddelband“). Das Repertoire des Chores ist vielsprachig.

Chor sucht Sänger und Musiker

Immer wieder forderte Hoppmann das Publikum zum Mitsingen auf. So wollte er von ihnen erfahren, ob der Sitznachbar singen kann. Der Wunstorfer Shanty-Chor kann noch dringend weitere Sänger gebrauchen. „Meine Hoffnung ist, dass wir Menschen zum Chorgesang bewegen können. Und wenn Sie ein Instrument spielen können, ist es noch besser“, lud Hoppmann Sänger und Musiker zum Besuch der Proben auf. Der Shanty-Chor trifft sich mittwochs, 18 bis 20 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus in Luthe, Kirchplatz. Und während es sich um einen reinen Männerchor handelt, gibt es auch eine junge Musikerin. Zu den größten Fans zählen zudem die Shanty-Girls, die ihre Männer bei Auftritten tatkräftig unterstützen. Mit bunten Leuchtstäben sorgten sie für Stimmung im Stadttheater.

Von Rita Nandy

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