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Wunstorf Woher kommt die Panzerfaust? Polizei ermittelt
Umland Wunstorf

Wunstorf: Evakuierung nach Granatenfund am Auedamm

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19:38 02.06.2019
Die Granate, die im Wasser in der Nähe der Kleinbahnbrücke am Auedamm liegt, wurde gesprengt. Quelle: Feuerwehr
Wunstorf

Angler haben in Wunstorf am Sonnabendabend eine Panzerabwehrgranate gefunden. Die Munition lag in der Nähe der Kleinbahnbrücke über die Westaue. Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes rückten aus Oldenburg an. Sie sprengten die Panzerfaust kontrolliert. Probleme gab es dabei nicht.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sprengte Sonntagmittag eine Panzerabwehrgranate in der Nähe der Kleinbahnbrücke . Kräfte der Feuerwehr und der Polizei hatten zuvor anliegende Straßenzüge evakuiert.

Mehrere Straßen wurden geräumt

Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei begannen um 9 Uhr mit der Evakuierung zahlreicher Häuser mehrerer Straßenzüge, so teilte es Feuerwehrsprecher Marvin Nowak mit. Die Johanniter-Unfallhilfe richtete in der Turnhalle der Stadtschule eine Sammelunterkunft ein. Dort stellte sie Tische, Stühle, Feldbetten und Getränke bereit.

Genutzt wurde dieses Angebot wenig, viele der Bewohner besuchten Bekannte oder Verwandte. Etwa 120 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sperrten die Wege rund um den Fundort ab. Auch die Feuerwehr berichtete von einem ruhigen Ablauf. Radfahrer, die zu Sonntagsausflügen gestartet waren, mussten kleine Umwege in Kauf nehmen.

Hubschrauber unterwegs

Ein Polizeihubschrauber kontrollierte aus der Luft, ob sich eventuell noch Menschen im abgesperrten Bereich aufhielten. Kurz vor 11.45 Uhr ertönte das Warnhorn der Sprengmeister, ein Knall und eine Staubwolke folgten, dann war die Sprengung erledigt.

Die Sprengmeister Michael Crölle und Jann Kirchner hatten zuvor die Panzerfaust aus dem Bereich der Brücke weggeschafft und auf eine Wiese platziert. „Vom Zünder ging noch Gefahr aus“, sagte Crölle nach der Sprengung: „Alles hat vorbildlich geklappt.“

Nach Angaben der Sprengmeister stammte die Munition aus russischen Beständen. Wie die Panzerfaust an die Westaue gelangte, ist noch nicht geklärt. Sie soll aber aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stammen, sagte Feuerwehrsprecher Marvin Nowak. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Diese Zone war gesperrt:

Diese Straßen waren von der Evakuierung betroffen. Quelle: Feuerwehr

Großes Lob zollte er den Helfern der Feuerwehr und der Polizei. „Die Wunstorfer Feuerwehr ist sehr zuvorkommend“, so Crölle. Die Panzerfaust enthielt 600 Gramm Sprengstoff. Nach der erfolgreichen Sprengung konnten die Bewohner ihre Wohnungen um kurz vor 12 Uhr wieder betreten. Da wurde der Bereich um die Westaue wieder freigegeben.

Ursprünglich habe es die Idee gegeben, noch in der Nacht die Sprengung vorzunehmen. Das berichtete Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. Allerdings wurde diese Idee verworfen. Das wäre zu kompliziert geworden – auch hinsichtlich der Evakuierung, bestätigte der Sprengmeister. Über Nacht wurde aber der Ablaufplan erstellt, der am Vormittag bestens funktionierte.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen aus Wunstorf lesen Sie hier.

Die Feuerwehr hatte die Fundstelle abgesperrt. Quelle: Tugendheim

Von Rita Nandy und Albert Tugendheim

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