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Wunstorf Frauen aus Wunstorf treffen sich zum Weltfrauentag in der Abtei
Umland Wunstorf Frauen aus Wunstorf treffen sich zum Weltfrauentag in der Abtei
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00:15 14.03.2019
Die Vorsitzende des Vereins Frauen für Frauen, Sonja Schmidt, begrüßte die Besucherinnen des Frauenempfangs in der Abtei. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Die neue Gleichstellungsbeauftragte Sandra Werner hat ihren ersten großen öffentlichen Auftritt am Sonntag mit Bravour gemeistert. Gemeinsam mit dem Verein Frauen für Frauen richtete sie den Frauenempfang zum Weltfrauentag in der Abtei aus. Zahlreiche Mitgliederinnen aus dem Verein, Politikerinnen, Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und Vertreterinnen von Kooperationspartnern waren der Einladung gefolgt. „Ich sehe viele bekannte Gesichter. Ich fühle mich in Wunstorf richtig zuhause“, begrüßte Sonja Schmidt, Vorsitzende des Vereins Frauen für Frauen, die Besucherinnen.

Die Gleichstellungsbeauftragte Sandra Werner stellte sich kurz vor. Quelle: Rita Nandy

Sandra Werner kämpfte in Nicaragua für Gleichberechtigung

„Es ist eine schöne Gelegenheit, dass ich mich einmal offiziell vorstellen kann“, freute sich Werner vor Beginn der Veranstaltung. In einer kurzen Rede erfuhren die Zuhörerinnen, dass sie die Themen Integration und Gleichstellung bisher am meisten bewegt hätten. „Die eindrucksvollste Zeit meines Lebens war das eine Jahr in Nicaragua“, erzählt die Bielefelderin. Dort habe sie gelernt wie es ist, sich in einer fremden Kultur integrieren zu müssen. Sie habe aber auch ein chauvinistische System erlebt, in dem Frauen trotz häuslicher Gewalt aus finanziellen Gründen bei ihren Männern bleiben müssten und Männer neben der Ehefrau noch Geliebte hätten. „Das gibt es auch hier“, sagte Werner und erntete lautes Lachen aus dem Publikum. Sie habe dort für Gleichberechtigung gekämpft und gelernt, wie wichtig es ist, sich ausdrücken zu können. So konnte sie auf fließendem Spanisch auf sexistische, männliche Anmache reagieren. „Ich habe gefragt, ob sie noch nicht gelernt hätten, wie man sich Frauen gegenüber verhält.“

Eine ausdrucksstarke Lesung lieferte Charlotte Sieglin. Quelle: Rita Nandy

Frauen sagen nicht das, was sie wollen

Ein glückliches Händchen hatte die Gleichstellungsbeauftragte auch bei der Verpflichtung von Charlotte Sieglin bewiesen. „Wenn du geredet hättest“. lautete der Titel ihrer Lesung. „Frauen sagen oft nicht das, was sie sagen wollen“, sagt Sieglin. Beim ausdrucksstarken Vortrag von drei Texten kam dabei auch die schauspielerische Ausbildung der Berlinerin zum Tragen. Für Erheiterung bei den Zuhörerinnen sorgte ein Auszug aus Ephraim Kishons Satire über Frauen und Schuhe. Da kam allerdings der Mann nicht zu Wort. Was Desdemona in Shakespeares Othello in der letzten Viertelstunde ihres Lebens gesagt hätte, schildert Christine Brückner in „Wenn du geredet hättest“. Ebenso meldet sich bei Dorothy Parkers „Der Walzer“ die weibliche Stimme zu Wort. „Geredet habe jetzt hauptsächlich ich. Seien sie jetzt aufgefordert, wie es in der Politik heißt, in den Dialog zu treten“, forderte Sieglin die Besucherinnen zum Austausch auf. Diese nutzen die Gelegenheit reichlich. So gab es beispielsweise auch die Möglichkeit, mit der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten Dorothea Diestelmeier ins Gespräch zu kommen.

Von Rita Nandy

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