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Wunstorf Gewerbegebiet Niedere Wanne führt zu heftiger Diskussion
Umland Wunstorf

Wunstorf: Gewerbegebiet Niedere Wanne führt im Ortsrat Luthe zu heftiger Diskussion

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18:46 28.10.2019
Südlich von Syncreon (rechts), westlich der Adolf-Oesterheld-Straße (im Vordergrund) sollen kleinere Gewerbegrundstücke entwickelt werden. Quelle: Sven Sokoll (Archiv)
Luthe

Im Gewerbegebiet Wunstorf-Süd soll an der Niederen Wanne Platz für kleine und mittlere Betriebe aus Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungen geschaffen werden. Das Vorhaben stößt auf Zustimmung bei den Luther Ortsratspolitikern. Dennoch stimmten sie einstimmig gegen Pläne der Verwaltung.

Radfahrer und Fußgänger sollen in den Fokus rücken

„Grundsätzlich ist die Entwicklung kleinteiligen Gewerbes genau das, was wir wollen. Was an der Planung stört, ist die Erschließung der Wege für Fahrradfahrer“, kritisierte Andreas Lange. Der CDU-Politiker forderte für seine Fraktion, dass Fußgänger und Radfahrer mehr in den Fokus rücken müssten. „Das wird stark vernachlässigt.“ Stadtplaner Peter Pfadenhauer verteidigt den Entwurf: „Wir haben abgeschätzt, mit welchen internen Verkehrsmengen wir rechnen können.“

Dies habe zu dem Ergebnis geführt, dass die Radfahrer auf die Straße gehörten. Für die Fußgänger seien breite Gehwege vorgesehen. „Die Straße ist 13 Meter breit und bietet keinen Platz für einen Kombiweg?“, wundert sich Ortsbürgermeister Rolf Hoch (SPD), der sich mit einem Fußweg mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ zufriedengeben würde. Radfahrer seien dort auch nachts unterwegs. „Auch mit Schwerlastverkehr ist zu rechnen“, ergänzt Heiner Heimberg (CDU). „Und bitte nicht auf die Idee kommen und einfach einen Schutzstreifen aufmalen“, warnte Jörn Stahlhut (SPD). Einstimmig lehnte der Ortsrat den Entwurf des Bebauungsplans ab.

Ortsrat bleibt hartnäckig

Auf Ablehnung stießen auch die ersten Planungen für den Bereich an der Adolf-Oesterheld-Straße. Die Ortsratsmitglieder lehnten diese ab. Sie wollten nicht nur ihre Änderungswünsche mitteilen. Dies führte bei der Verwaltung zu Unverständnis. „Es ist ein Aufstellungsbeschluss. Sie haben Gelegenheit, Wünsche zu äußern“, betonte Pfadenhauer. Er schlug vor, der Vorlage zuzustimmen, und – wie auch in Kolenfeld – in einem Antrag die Änderungen zu formulieren.

Doch die Luther sind gebrannte Kinder. „Wir haben beim Gewerbegebiet auch gesagt, dass wir Radwege brauchen. Das ist aber im Entwurfsbeschluss nicht berücksichtigt worden, deshalb sind wir jetzt ausführlicher unterwegs“, begründet Andreas Lange (CDU) die Hartnäckigkeit des Ortsrates. Hoch warnt vor dem Prozedere im als Nächstes beratenden Bauausschuss. Der frage, was die Ortsräte sagen. „Dann heißt es, die haben zugestimmt.“ Und die Änderung fielen unter den Tisch.

Kreisel statt Ampel

Stahlhut kann beispielsweise nicht nachvollziehen, warum für die Einmündung der Adolf-Oesterheld-Straße auf die Landesstraße 392 eine provisorische Ampelanlage vorgesehen ist. „Warum will man Zigtausende in eine Ampelanlage versenken und nicht gleich einen Kreisel bauen?“, fragt Stahlhut. „Gefühlt hat die Stadt Probleme mit Kreiseln. Jedes Mal bekommen wir eine Ampel reingeprügelt. Das ist eine Dreistigkeit, die ich nicht verstehe. Der Bau eines Kreisels ist zeitgemäßer.“ Auch für das Luther Ohr fordert Heiner Heimberg (CDU): „Eine Signalanlage auf keinen Fall.“ Er möchte sich nicht vorstellen, wenn auf der steilen Rampe der Verkehr bei Rot zum Stillstand kommt.

Fuß- und Radweg soll bis zur Landesstraße führen

Die SPD hatte bereits einen Antrag mit ihren Änderungswünschen erstellt, dem auch die CDU zustimmt. Darin geht es nicht nur um den Kreisel am Ende der Adolf-Oesterheld-Straße. Ein Rad- und Fußweg soll bis zur Landesstraße führen. Der Grünstreifen zu den Gewerbeflächen solle auf 15 Meter ausgedehnt werden. Ergänzt wurde, analog zum Änderungswunsch der Kolenfelder Ortsratspolitiker, eine Ausdehnung des Planungsgebiets bis zur Wunstorfer Straße in Kolenfeld.

Von Rita Nandy

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