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Wunstorf Gruppe beschäftigt sich künstlerisch mit Mittellandkanal
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Wunstorf: Gruppe beschäftigt sich künstlerisch mit Mittellandkanal

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14:49 24.10.2019
Der Hafen Kolenfeld: Der Kanal wird vor allem für wirtschaftliche Zwecke genutzt. Quelle: Foto: Sven Sokoll
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Wunstorf

Was bedeutet der Mittellandkanal den Menschen, die mit ihm leben? Dieser Frage geht die Künstlergruppe Syndikat Gefährliche Liebschaften in einer Ausstellung nach, die unter dem Titel „Mittelland“ von Donnerstag, 31. Oktober, bis Sonntag, 3. November, in der Wunstorfer Abtei, Wasserzucht 1, zu sehen ist.

Deutschlands längste künstliche Wasserstraße ist vor rund 100 Jahren entstanden und prägt die Region Hannover mit, ist aber auch eine wichtige Verbindungsachse zwischen Ost- und Westeuropa. Unterschiedliche Berufsgruppen haben auch ihre spezifischen Verbindungen zu dem Kanal. Logistiker nutzen ihn als effizienten Schifffahrtsweg, Taucher und Badefreunde betrachten ihn als langgestreckten See, und in der Schiffsdieseltankstelle läuft das Leben nach einem ganz eigenen Takt. Der Mittellandkanal birgt also viele Geschichten.

Einen „Mythos Mittellandkanal“ haben die Künstler aus Quakenbrück bei ihren Recherchen und Gesprächen nicht unbedingt gefunden. Doch zumindest stelle die Wasserstraße ein soziales Geflecht dar, bei dem die Wahrnehmung eines europäischen Transitraums in einem Kontrast steht zu den eher dörflichen Strukturen im jeweiligen Mikrokosmos entlang der Strecke. Und sie beschäftigen sich mit den Problemen, Nachwuchs, vor allem weiblichen, für die Berufe am Kanal zu gewinnen. Die Ausstellung beantwortet zudem die Fragen, was es mit den Kanalrebellen auf sich hat und wie viele Motorräder wohl unter Wunstorfs Brücken liegen mögen.

Yachthafen Idensen: Der Mittellandkanal ist zur Erholung geeignet. Quelle: Sven Sokoll

Zukunftsperspektiven entstehen

Für die Ausstellung entsteht das „Mittelland“ in der Abtei mit den Orten, die der Kanal verbindet. Video- und Hörinstallationen, Kartierungen und Fundstücke bieten Gelegenheiten zum Hingucken. In der Mitte des Raumes können die Besucher in einer „Freien Kanalzone“ dazu beitragen, die Zukunft des Kanals zu entwickeln.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 31. Oktober, um 11 Uhr mit einem Glas Sekt und einem Gespräch über das Thema „Schnellstraße oder Erholungsgebiet: Was ist die Zukunft des Mittellandkanals?“ eröffnet, bei dem die Heinrich-Böll-Stiftung mitwirkt. An den folgenden Tagen öffnet die Ausstellung bereits um 10 Uhr. Schluss ist jeweils um 19 Uhr.

Von Sven Sokoll

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